Tempo 30 für ganz Hainburg: Meinung der Bürger gefragt. Das Verkehrskonzept sieht eine Verringerung der zulässigen Höchstgeschwindigkeit im gesamten Stadtgebiet vor.

Von Josef Rittler. Erstellt am 28. August 2019 (06:00)
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Autos soweit das Auge reicht: die Stadt überlegt eine Tempoverminderung. Im Bild v. l.: Verkehresstadtrat Johann Geringer, Bürgermeister Helmut Schmid und Gemeinderat Hannes Wimmer (alle VP).
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Um den Verkehr in der Innenstadt zu beruhigen, sieht das in der Arbeiterkammer präsentierte Verkehrskonzept die Möglichkeit einer Geschwindigkeitsreduktion vor. Einzelne Zonen kann die Gemeinde verordnen und hat das zum Beispiel vor der Neuen Mittelschule (NMS) schon gemacht. Für das ganze Stadtgebiet braucht es jedoch eine Verordnung der Bezirkshauptmannschaft.

„Grundsätzlich nicht dagegen“ ist SP-Stadtrat ThomasHäringer
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Zur Debatte stehen eine 30er- oder eine 40er-Zone in der Innenstadt. Die Stadt will bei dem Thema die Einwohner einbinden: Wie stehen die Hainburgerinnen und Hainburger zu einer Geschwindigkeitsreduktion?

Der Gemeindezeitung „Hainburg im Bild“ sollen Antwortcoupons beigelegt werden, außerdem wird es eine Online-Befragung geben. „Wir machen keine Volksbefragung, das Ergebnis soll aber eine Orientierungshilfe für den Verkehrsausschuss sein“, erklärt Bürgermeister Helmut Schmid (VP). Das Ergebnis ist daher nicht bindend. Die Befragung beginnt Ende September und soll einen Monat später abgeschlossen sein, dann wird ausgewertet.

„Für Autofahrer sicher anfangs Umstellung“

„Die Idee ist sinnvoll, weil eine Verringerung der Geschwindigkeit das Autos mehr Sicherheit bringt. Ich bin aber offen für alle Meinungen, kann mir als Autofahrer auch vorstellen, dass es anfangs eine Umstellung ist“, meint Schmid. „Es ist ein heikles Thema, vor dem eigenen Haus will es jeder ruhig haben“, ergänzt Verkehrsstadtrat Johann Geringer (VP). Komme eine 30er Zone, müsse sie jedenfalls auch überwacht werden. „Wir hoffen, dass sich viele Mitbürger beteiligen, damit es ein repräsentatives Ergebnis gibt“, sagt Gemeinderat Hannes Wimmer (VP).

„Man muss auf Details achten“, FP-Obmann Markus Keprt.
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Die anderen Parteien bleiben abwartend. „Man muss sich die Einführung von Tempo 30 genau anschauen, wir sind grundsätzlich aber nicht dagegen“, kommentiert SP-Stadtrat Thomas Häringer, Mitglied des Verkehrsausschusses.

Die FP ist von Haus aus der Ansicht, dass Bürgerbefragungen wichtig sind. „Hainburg ist ein Durchzugsgebiet, man muss sich noch die Details überlegen, bevor man eine derart umfangreiche Regelung trifft“, so Markus Keprt, Ortsparteiobmann.