Immobilienentwickler investiert in Brucker Projekte. Immobilienentwickler CTP investiert rund 40 Millionen Euro in Brucker Projekt. Baustart soll noch heuer sein.

Von Gerald Burggraf. Erstellt am 03. März 2021 (04:55)
Die Firma CTP hat mit dem Areal neben der Firma Jüly langfristige Pläne.
Atlas NÖ, Bearbeitung: Burggraf

Lieber heute als morgen würde der Immobilienentwickler „CTP Alpha“ die ersten Bagger auffahren lassen. Doch noch fehlen behördliche Grundvoraussetzungen wie etwa der Baubescheid durch die Gemeinde oder die gewerberechlichte Genehmigung durch die Bezirkshauptmannschaft. Und dennoch: „Ein Baustart ist noch heuer geplant“, lässt Österreich- Chef Karl Brückner im Gespräch mit der NÖN wissen.

Der Optimismus rührt auch daher, dass die bisherige Zusammenarbeit mit den Behörden sowie der Gemeinde „hochprofessionell“ verlaufen ist. Den wohl größten Stein hat das Unternehmen mit Hauptsitz in den Niederlanden und Tschechien mit dem Ankauf der notwendigen Grundstücke bereits aus dem Weg geschafft. Insgesamt ging es um 137.000 m 2 und drei Eigentümer. Die Verträge mit der Agrana, die mit knapp 100.000 m 2 den größten Anteil besaß, sowie einem Privatbesitzer sind schon unterschrieben. In der Vorwoche folgte das Okay des Gemeinderates für den Verkauf von rund 20.000 m 2 um 1,3 Millionen Euro (siehe Artikel links).

In bisherige Vorarbeiten wie Planungsarbeiten oder Bodenproben investierte CTP bereits etwa 200.000 Euro, in Summe wird der Immobilienentwickler an die 40 Millionen Euro in die Hand nehmen. Konkret geplant sind zwei Lagerhallen im Gesamtausmaß von mehr als 50.000 m 2 , die CTP selbst vermieten wird. Allerdings nur kleinstrukturiert ab 2.000 bis zu 5.000 m 2 . Für größere Kunden ist auch mehr möglich, allerdings: „Die Löschanlage ist zum Beispiel auf maximal 8.000 m 2 ausgerichtet. Das haben wir auch so eingereicht“, verweist der CTP-Manager Brückner auf selbst gezogene Grenzen.

Projekt auf Minimum 25 Jahre ausgelegt

Dieser Umstand zeigt laut Brückner, dass niemand ein reines Logistikzentrum fürchten muss. „Alles unter 20.000 m2 schaut sich ein Großlogistiker gar nicht an. Dass ein Unternehmen wie Amazon hinkommt, kann ich ausschließen. Das ist schon alleine rein wirtschaftlich so“, betont der Österreich-Chef. Denn ein reiner Logistik-Hub brauche große Hallenflächen, damit die Miete niedrig genug ist. „Der Kaufpreis der Liegenschaft ist aber nicht so, dass ich mir Großlogistiker leisten könnte“, sagt Brückner.

Natürlich wären aber Betriebe möglich, die Teile ihrer Flächen als Lager oder Umschlagplatz nutzen. Brückner nennt hier beispielhaft einen Handel mit Autoersatzteilen samt Aufbereitung. Generell solle es ein Mix werden, aus produzierenden Betrieben und jenen, die ein Zwischenlager brauchen oder Produkt-Veredelungen machen.

Ein zentraler Grund für die Entscheidung pro Bruck war der Bahnanschluss an die Ostbahn. Inwieweit diese Möglichkeit tatsächlich genutzt wird, hängt von den Kunden ab. Das Interesse am Industriepark ist jedenfalls vorhanden. „Wir haben schon Anfragen“, hält der CTP-Manager fest.

Versprechen kann Brückner Kontinuität. Das zeige auch die Konzernphilosophie Betriebsareale zu entwickeln, zu errichten und zu vermieten. Normalerweise werden die Flächen nach drei bis vier Jahren verkauft. CTP gibt eine Zeitspanne ab 25 Jahren vor.