Tatverdächtige: Beschwerde gegen U-Haft-Verlängerung. Über jene Frau, die im Jänner eine 64-jährige Pensionistin in Ebergassing (Bezirk Bruck an der Leitha) erschlagen haben soll, ist am Montag die U-Haft um einen Monat verlängert worden. Die 43-Jährige hat Beschwerde eingelegt. Nun wird das Oberlandesgericht Wien den Beschluss des Landesgerichts Korneuburg überprüfen, teilte der Sprecher der Staatsanwaltschaft, Friedrich Köhl, auf Anfrage mit.

Von Redaktion, APA. Erstellt am 25. Februar 2019 (12:22)
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Thomas Lenger, NÖN

"Aus unserer Sicht liegt hier kein dringender Tatverdacht vor", begründete Rechtsanwältin Astrid Wagner, die die Frau gemeinsam mit Wolfgang Blaschitz verteidigt, die Beschwerde. Die gefundenen Spuren würden dafür nicht ausreichen, meinte Wagner. Die Beschuldigte soll aus dem Bekanntenkreis des Opfers stammen. Laut ihren Verteidigern soll die 43-Jährige vermutlich aufgrund ihrer Vorstrafe unter Verdacht geraten sein. Zudem habe die Frau nicht von Anfang an gesagt, dass sie in der Wohnung gewesen sei.

Die 64-Jährige war am 25. Jänner tot in ihrer Wohnung gefunden worden. Laut der gerichtsmedizinischen Untersuchung starb die Frau an einem Schädel-Hirn-Trauma aufgrund von massiver Gewalteinwirkung gegen den Kopf. Das endgültige Obduktionsergebnis liegt laut Köhl noch nicht vor.

Die 43-Jährige wurde am 6. Februar festgenommen, sie beteuert ihre Unschuld. Die Frau war 2009 nach einem Überfall auf eine Postfiliale in Klosterneuburg (Bezirk Tulln) u.a. wegen schweren Raubes zu zwölf Jahren Haft verurteilt und im Juli 2015 bedingt entlassen worden.