Mannersdorf: Zwei weitere Häuser sind Sanierungsfall. Nach Rohrbruch wurden die Mieter eines Gebäudes umgesiedelt. Für die Nachbargebäude wird eine Lösung gesucht.

Von Nicole Frisch. Erstellt am 20. März 2021 (03:34)
In der Hintausstraße 19 wurde bereits mit der Umsiedelung der Bewohner begonnen. Mit den Bewohnern der beiden anderen Häuser, die ebenfalls baufällig sind, werden Gespräche geführt.
Nicole Frisch, Nicole Frisch

Fast komplett leer stehen die Gemeindewohnungen in der Hintausstraße 19. Nach einem Rohrbruch, durch den das Gebäude stark in Mitleidenschaft gezogen wurde (die NÖN berichtete), wurden die Bewohner in andere, leerstehende Gemeindewohnungen umgesiedelt. Lediglich eine Mieterin befindet sich noch in dem Gebäude. „Wir sind hier im Gespräch und es gibt auch für sie eine Wohnung“, sagt Sozialstadtrat Manfred Fiala (SPÖ).

Eine Sanierung des Gebäudes ist nicht mehr möglich. Es soll daher abgerissen werden. Ein ähnliches Schicksal droht den beiden Nachbarhäusern, in denen sich ebenfalls Gemeindewohnungen befinden. Alle drei Gebäude wurden im Jahr 1939 errichtet und entsprechen nicht mehr aktuellen Standards. So befinden sich im Stiegenhaus noch Holztreppen. Die Feuchtigkeit aus dem Keller arbeitet sich in den ersten Stock hinauf. „Wir können nicht in die Decken hineinschauen, wir wissen nicht, wie diese aussehen“, hält Fiala fest. 

Um diese beiden Gebäude zu sanieren, wären tiefgreifende Maßnahmen notwendig. „Unser Ziel ist es, alle Bewohner umzusiedeln“, lässt Fiala daher wissen. Gespräche werden bereits geführt. Für die Mieter sollen ebenfalls leerstehende Gemeindewohnungen hergerichtet werden. „Wir sanieren eine Wohnung nach der anderen“, so Fiala. 

Erste Anfragen von Firmen, die den Abbruch durchführen wollen, sind bereits auf der Gemeinde eingegangen. Abgerissen wird vorerst aber noch nichts. „Wir wollen zuerst ein Gesamtkonzept erarbeiten“, erklärt der Sozialstadtrat. An derselben Stelle sollen wieder Wohnungen errichtet werden, so der Plan der Gemeinde. Die Frage ist allerdings, wie dies erfolgen soll. „Wird es eine Genossenschaft werden oder lassen wir Wohnungen errichten und nehmen dann eine Hausverwaltung. Das müssen wir noch klären“, betont Fiala.