Gekentertes Pionierboot: Debatte über Notruf. Nach dem Kentern eines Pionierbootes auf der Donau bei Hainburg (Bezirk Bruck) vor vier Wochen ist nun eine Debatte zwischen Bundesheer und Feuerwehr über einen Notruf entbrannt. Zwei junge Frauen mussten am 1. September reanimiert werden und wurden in Wiener Krankenhäuser eingeliefert.

Von Redaktion, APA. Erstellt am 28. September 2018 (17:08)
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Bundesheer-Boot war auf der Donau bei Hainburg gekentert
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Es liege ihm fern, die Feuerwehr zu beschuldigen, sagte Bundesheer-Sprecher Michael Bauer am Freitag zum jüngsten Hick-Hack nach dem Kentern eines Pionierbootes vor knapp vier Wochen. "Wir sind für diesen Unfall verantwortlich", betonte er auf Anfrage.

Eine vom Bundesheer eingesetzte Untersuchungskommission sei nach wie vor dabei, alle Fakten zu sammeln. "Drei große Brocken" würden noch fehlen, erklärte Bauer.

Es handle sich dabei um technische Gutachten, Einsatzprotokolle und um Niederschriften der Teilnehmerinnen am Girls' Camp, in dessen Verlauf der Unfall passiert war. Zwei Frauen mussten danach reanimiert werden und wurden in Wiener Krankenhäuser geflogen.

Fotos würden "keinen guten Eindruck machen"

Zu mittlerweile aufgetauchten Fotos vom Unfalltag sagte Bauer im Ö1-"Mittagsjournal", dass diese "immer nur ein Ausschnitt" bzw. "ein Teil" seien. "Wir kennen nicht das gesamte Ganze, wir haben noch nicht alle Fakten.

Was wir sicher wissen ist, da gibt es Zeugenaussagen unserer Soldaten, es war bereits auf der Donau klar, dass Frauen fehlen, dass Teilnehmerinnen des Girls' Camp fehlen." Gerade deshalb sei der Bootsführer ins Wasser gesprungen und unter das Boot getaucht.

Bauer gestand im Gespräch mit Ö1 ein, dass die jüngst veröffentlichten Fotos "keinen guten Eindruck" machen würden. Aber sie seien "ein Ausschnitt der Wirklichkeit", sie seien "nur ein Teil und wir kennen nicht den Gesamtzusammenhang".