Wie wirkt sich der Baustoffmangel auf die Branche aus?. Die NÖN fragte bei Größen der Baubranche nach, wie sich der Baustoffmangel auf das Geschäft auswirkt.

Von NÖN Redaktion. Erstellt am 28. April 2021 (02:44)
Bauarbeiter errichtet eine Ziegelmauer
NOEN, www.BilderBox.com (www.BilderBox.com)

Berthold Kren, Vorstandsvorsitzender von Lafarge Österreich
Lafarge

„Durch die stabile und anpassungsfähige Bauwirtschaft hat sich die wirtschaftliche Delle in den Lafarge-Zementwerken (eines davon befindet sich in Mannersdorf, Anm.) in Grenzen gehalten. Die hohe Auslastung der Baubranche könnte aber zu einem Problem, Zement knapp werden. Wir sind noch lieferfähig, aber wenn sich der momentane Usus fortsetzt, unkoordiniert Mengen abzurufen, dann wird es zu Engpässen kommen. Um die Kunden zu versorgen, können wir im konzerneigenen Netzwerk reagieren. So könnte das Zementwerk im steirischen Retznei jenem in Mannersdorf aushelfen. Dafür ist es aber notwendig, dass rechtzeitig Bedarf angemeldet wird.“

Bernd Pflanzer, Geschäftsführer der Raiffeisen Lagerhaus GmbH. Foto: Burggraf
Burggraf

„Einen Baustoffmangel im engeren Sinn sehen wir noch nicht. Allerdings ist es so, dass die Industrie derzeit höhere Preise verlangt. Wir wollen aber keine höheren Preise für unsere Kunden, die wir aber weitergeben müssten. Wir wehren uns so gut es geht dagegen. Unsere Lager sind noch gut gefüllt, gehen aber auch langsam zur Neige. Die Baukonjunktur boomt, nicht zuletzt aufgrund der Investitionsprämie der Bundesregierung. Bei steigender Nachfrage gibt es steigende Preise, denn mehr ist ja nicht da. Wie lange die Preise noch so hoch sind, kann aber niemand wissen. Die Frage wird aber generell sein, wie lange der Hype in der Baubranche noch anhält.“