„Nah und Frisch“ ist die letzte Chance. Gemeinderat fasst Grundsatzbeschluss für zusätzliche Finanzmittel. Künftiger Partner gibt sich aber noch zurückhaltend.

Von Gerald Burggraf. Erstellt am 04. Juli 2014 (10:31)
NOEN, Gerald Burggraf
Ab September soll der Nahversorgermarkt in Wilfleinsdorf wieder eröffnen.
„Mit der Firma Kastner ‚Nah und Frisch‘ haben wir einen idealen Partner für den Nahversorger gefunden“, unterstrich SP-Bürgermeister Richard Hemmer bei der vergangenen Gemeinderatssitzung abermals. Wie berichtet wollen die Schwestern Margot Sommer und Michaela Te Best gemeinsam mit „Nah und Frisch“ ab September den neuen Markt in Wilfleinsdorf betreiben.

Da hierzu weitere Umbauarbeiten und zusätzliche finanzielle Mittel seitens der Gemeinde von rund 27.000 Euro notwendig sind, musste ein Grundsatzbeschluss gefasst werden. Insgesamt müssen rund 78.000 Euro investiert werden, die verbleibenden zwei Drittel übernehmen „Nah und Frisch“ sowie die künftigen Betreiberinnen. Wirklich fix soll das Vorhaben aber noch nicht sein, zumindest verweist man bei der Firma Kastner auf laufende Gespräche.

„Das ist eigentlich ein wirtschaftspolitischer Wahnsinn“

Seitens der Gemeindeführung ist man aber zuversichtlich gestimmt und bezeichnet „Nah und Frisch“ als „Glücksgriff“, aber auch als letzte Chance für einen Nahversorger in der kleinen Katastralgemeinde.

Skeptisch reagiert jedoch VP-Wirtschaftsstadtrat Alexander Petznek auf den neuerlichen Anlauf in Wilfleinsdorf. „Das ist eigentlich ein wirtschaftspolitischer Wahnsinn“, ist er überzeugt. So Pumpe die Stadt erneut viel Geld in das Projekt, die Erfolgschancen seien eher gering. Zudem liege das gesamte Risiko bei den Schwestern. Bürgermeister Hemmer verteidigte die neuerlichen Mittel und hob die „soziale Bedeutung“ des Nahversorger-Projektes hervor.