Bienenfresser erobern die Region zurück. Der exotisch bunte Vogel brütet in Kolonien in und um den Nationalpark Donau-Auen. Bald wird er sich wieder auf die Reise ins Winterquartier nach Afrika machen.

Von Josef Rittler. Erstellt am 17. August 2020 (16:18)
Der Bienenfresser braucht sandiges Gelände.
Nationalpark/Kreinz

Lange eine bedrohte Art, ist der Bienenfresser bei uns wieder heimisch geworden. Eine intensiv bunte Färbung und der melodische Ruf machen die exotisch anmutenden Vögel unverkennbar. Aktuell kann man sie gut über Wiesen und Gewässern im Nationalpark Donau-Auen hören und erspähen. Sie sitzen schwatzend im Geäst, queren in Trupps die Donau, oder jagen zu mehreren über Wiesen und Altarmen nach Insekten.

Unter anderem werden sie dieser Tage von Gästen häufig über dem Auerlebnisgelände Schlossinsel im  Nationalpark-Zentrum, Orth/Donau sowie im Bereich des Bienenfresser-Themenweges in Haslau/Donau erspäht. Doch bald schon werden sie als Zugvögel wieder die Reise in ihr Winterquartier im tropischen und südlichen Afrika antreten.

Die meisten Bienenfresser der Nationalparkregion brüten im Weinviertel oder in den Hainburger Bergen in Steilwänden und Geländeanrissen, wo sie Kolonien bilden.
Doch auch geeignete Brutwände im Augebiet werden genutzt. 

Spätestens Anfang September ziehen sie ab, um im folgenden Mai wieder zurückzukehren.