Scharndorfer Grüne: Nedjelik folgt Graffi

Erstellt am 06. Juli 2022 | 05:21
Lesezeit: 3 Min
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Viktor Nedjelik ist neuer Gemeinderat der Grünen.
Foto: Josef Rittler
Der pensionierte Lehrer Viktor Nedjelik folgt Horst Graffi als Grünen-Gemeinderat in Scharndorf. Der Neo-Mandatar fordert Transparenz und Bürgerbeteiligung.
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Wechsel bei den Scharndorfer Grünen: Gemeinderat Horst Graffi hat sein Mandat aus privaten Gründen zurückgelegt, ihm folgt Viktor Nedjelik.

Der Gymnasialprofessor im Ruhestand setzt sich schon seit Studentenzeiten für die Umwelt ein. „Ich bin ein Grüner, seit ich denken kann, Zwentendorf, Hainburg, das sind Themen, die mich geprägt haben“, erklärt Nedjelik. Auch im Bundespräsidenten-Wahlkampf 2016 sei er stark engagiert gewesen. 

Der aktuelle Mandatsstand in der Gemeinde lautet 17 Sitze für die ÖVP und jeweils ein Sitz für SPÖ und Grüne. „In Niederösterreich und bei uns in der Gemeinde herrscht eine Partei mit absoluter Mehrheit, da besteht die Gefahr, dass die Macht übermäßig ausgenutzt wird, daher möchte ich dabeisein und eine Kontrollfunktion ausüben“, so Nedjelik.

„Ich war bis 2013 Vertreter der Unabhängigen Gewerkschaft in der Sektion der AHS-Lehrer, bin es also gewohnt, einer großen Mehrheit gegenüberzustehen“, so Nedjelik. Persönliche Beziehungen sollten dabei keine Rolle spielen. „Man muss das Private und das Politische auseinanderhalten, man kennt ja die Leute, da sind vielleicht ehemalige Schüler oder Kollegen darunter, das wird sicher eine Herausforderung“, sagt Nedjelik.

Die Rolle der Opposition solle nicht nur aus Kritik bestehen, sondern im Aufzeigen von Alternativen. Er werde jedenfalls viel nachfragen und sich ein eigenes Urteil bilden: „Mein Motto: Bäume statt Beton, die Bodenversiegelung muss gestoppt werden.“

Seine Arbeit im Gemeinderat sieht er weiters in der Information der Bürgerinnen und Bürger: „Man muss reden und diskutieren, das ist wichtig, wird aber oft verabsäumt.“ Politikverdrossenheit gebe es nämlich grundsätzlich nicht in dem oft zitierten Ausmaß, beim Heurigen und im Wirtshaus werde ja viel über Politik geredet. „Den Gemeinderat sehe ich als Tribüne des politischen Geschehens, und ich habe vor, allen Interessierten zu bestimmten Terminen für Fragen und Anregungen zur Verfügung zu stehen“, so Nedjelik.

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