Bruck: Jüly nun Präsidentin des Entsorger-Verbands. Gabriele Jüly ist Präsidentin des Verbands österreichischer Entsorgungsbetriebe.

Von Susanne Müller. Erstellt am 10. Juni 2020 (04:55)
Dieser Artikel ist älter als ein Jahr
Amtsübergabe beim Verband der österreichischen Entsorgungsbetriebe: Vorgänger Hans Roth mit der neuen Präsidentin Gabriele Jüly.
VOEB/APA-Fotoservice/Tanzer/Ludwig Schedl

Die Brucker Unternehmerin Gabriele Jüly ist die neue Präsidentin des Verbands Österreichischer Entsorgungsbetriebe (VOEB). Sie folgte am Freitag Saubermacher-Chef Hans Roth nach, der das Amt sechs Jahre lang innehatte. Als VOEB-Präsidentin vertritt Jüly über 250 Mitgliedsunternehmen der privaten Abfall- und Ressourcenwirtschaft in Österreich. Diese entsorgt rund zwei Drittel des gesamten in Österreich anfallenden Abfalls in 1.100 High-Tech-Anlagen und erwirtschaftet Umsätze in der Größenordnung von vier Milliarden Euro pro Jahr.

Jüly ist damit die erste Frau an der Spitze des VOEB. Im Verband ist sie bereits seit Jahren tätig, zunächst als Rechnungsprüferin, ab 2018 als Vorstand und seit 2019 als Vizepräsidentin. Seit 2019 gehört die Bruckerin außerdem dem Vorstand der FEAD – Europäischer Abfallverband mit Sitz in Brüssel – an.

„Ich freue mich sehr darauf, als VOEB-Präsidentin die treibende Kraft hinter den Anliegen der Abfall- und Ressourcenwirtschaft zu sein. Als Präsidentin werde ich mich mit vollem Elan dafür einsetzen“, betont Jüly, die den Verband noch stärker als verlässlichen Partner von Industrie, Politik, Kommunen und Sozialpartnern sowie aller für die Branche relevanten Stakeholder positionieren will.

„Meine Wegbegleiter beschreiben mich als willensstark, humorvoll, innovativ und bodenständig. Als eine mutige, selbstbewusste Frau, die stets einen erfrischenden Wind in die Welt der Abfallentsorger bringt. Das wird auch als VOEB-Präsidentin nicht anders sein“, so Jüly. Die Branche sei der wichtigste Player zur Umsetzung einer erfolgreichen Kreislaufwirtschaft und zur Erreichung der EU-Recyclingziele 2030. Dazu gehört laut Jüly die Verdoppelung des Kunststoffrecyclings, die Einführung einer Quote für Sekundärrohstoffe sowie die korrekte Entsorgung von Lithium-Batterien, um gefährliche Brände zu verhindern. Jüly will zudem den Verband für junge Menschen öffnen, die sich für Umweltschutz und Ressourcenmanagement interessieren.