Bruckneudorf bekommt ein Zentrum. Am Platz vor der geplanten Schule sind ein Wirtshaus und eine Kirche vorgesehen.

Von Otto Havelka. Erstellt am 09. Juni 2021 (05:37)
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Projektbild des neuen Hauptplatzes bei der „erbse“: Oben quer die neue Volksschule, links unten das Dorfwirtshaus mit Schanigarten.
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Als vor rund zwei Jahren offiziell die Pläne für die Errichtung einer Volksschule in der denkmalgeschützten k.u.k. Erbsenschälfabrik präsentiert wurden, hatte SPÖ-Bürgermeister Gerhard Dreiszker noch eine weiterführende Vision: Der Platz vor der Schule solle der neue Hauptplatz, das „erbse“-Areal das Zentrum der Gemeinde werden. Mittlerweile ist die Idee zumindest auf den Plänen der Architekten ein reelles Szenario geworden, das bei einer Begehung der Baustelle am vergangenen Mittwoch vorgestellt wurde.

Bis zur offiziellen Eröffnung der Schule am 27. August kommenden Jahres soll etwa in dem Gebäudetrakt auch ein Dorfwirtshaus mit Schanigarten eingerichtet werden. Für den künftigen Wirt könnte das ein lukratives Geschäft sein. Denn er soll auch die Kinder in der Schule und im Kindergarten mit Essen versorgen, und der ehemalige Saal des Kulturzentrums soll an schulfreien Tagen als Veranstaltungssaal etwa für Geburtstagsfeiern oder Hochzeiten genützt werden.

Kirche soll errichtet werden

Für Heiratswillige wäre es dann nur ein Katzensprung vom Traualtar zur Hochzeitstafel. Denn auf der anderen Seite des Platzes sind bereits „500 Quadratmeter für den Bau einer Kirche reserviert“, verrät Bürgermeister Dreiszker. Ebenfalls am neuen Hauptplatz angesiedelt werden sollen eine Bäckerei und Konditorei. Auf den Platz soll ab 2022 auch der traditionelle Weihnachtsmarkt vom Kaiserpark übersiedeln.

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Inspizierten den künftigen Hauptplatz: Architekten Johannes Pesendorfer und Markus Dolmanits, SPÖ-Gemeinderat Georg Geigl, SPÖ-Landesrätin Daniela Winkler, Kinderfreunde-Vorsitzende Dagmar Schlager, Bürgermeister Gerhard Dreiszker und Vize Gerold Eder (Beide SPÖ) sowie Bauleiter Mathias Hartl.
Havelka, Havelka

Architekt Johannes Pesendorfer hält die Lage des geplanten Hauptplatzes für „ideal, nicht zuletzt weil es hier keinen Autoverkehr geben wird.“ Die geplante Kiss&Ride-Zone, wo die Kinder, die die Volksschule besuchen, ein- und aussteigen können, liegt auf der gegenüberliegenden Seite des Platzes. 

Ermöglicht wurde das Projekt durch den Kauf des 4,2 Hektar großen Areals der Reindl Agrarhandel GmbH durch die Oberwarter Siedlungsgenossenschaft (OSG) vor vier Jahren. Diese errichtet hier rund 30 Reihenhäuser und sechs Wohnhäuser mit insgesamt 120 Wohnungen. In den 43 Meter hohen ehemaligen Getreidesilos sollen unter dem Titel „SiLOFTS“ weitere 70 Wohnungen entstehen und auf dem Dach eine „Skybar“ eingerichtet werden (die NÖN berichtete).