ÖVP hat wieder eine Obfrau

Nach dem Abgang von Alexander Petznek im Vorjahr bekleidet nun Tina Heissenberger die Spitzenfunktion.

Erstellt am 08. April 2021 | 03:44
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Die neue ÖVP-Obfrau Tina Heissenberger mit den Stadträten Christan Vymetal und Ronald Altmann.
Foto: ÖVP Bruck, ÖVP Bruck

Wie schon zuletzt ihr Vorgänger Alexander Petznek, der im Vorjahr zurückgetreten war, ist auch Tina Heissenberger derzeit „nur“ geschäftsführende Obfrau. Will heißen, sie wurde vom Parteivorstand gewählt, nicht von der Vollversammlung. Heissenberger wurde in einer online durchgeführten Vorstandssitzung einstimmig zur neuen Parteichefin bis zum nächsten ordentlichen Stadtparteitag bestimmt. Die Gemeinderätin und Stadtgruppen-Obfrau des ÖAAB will „mit Zuversicht in diese verantwortungsvolle Aufgabe“ starten.

„Der VP-Vorstand vertraut in meine Fähigkeit, den nötigen Zusammenhalt innerhalb der Partei stärken zu können und dennoch auch Individualismus zuzulassen. Die einstimmige Wahl durch den Parteivorstand motiviert mich da sehr“, sagt Heissenberger gegenüber der NÖN. Ihr Ziel sei es, neue Ideen zuzulassen, Probleme in der Stadt zu erkennen und „lösungsorientiert, ohne ideologische Scheuklappen, das Beste für Bruck zu erreichen“. Gleichzeitig spricht die neue Obfrau auch eine Einladung an „politikinteressierte Frauen und unsere jungen Bürger“ aus, in der Partei mitzuarbeiten.

Für die neue Obfrau gibt es jedenfalls einiges zu tun. Die Stadtpartei hatte seit mehr als zehn Jahren wiederholt mit internen Querelen zu kämpfen. Der letzte Ausfluss dieser Unstimmigkeiten war das Antreten mehrerer bisheriger ÖVP-Funktionäre bei der letzten Gemeinderatswahl für die neu gegründete Bürgerliste. Dennoch ist Heissenberger der Meinung, dass es schon länger wieder Zusammenhalt in der Partei gebe, und zwar „durch die engere Vernetzung untereinander, die Einbindung der Vorstandsmitglieder bei Entscheidungen und das Einfordern von Mitarbeit aller Gruppen bei Events und Veranstaltungen. Als Volkspartei ist es uns wichtig, verschiedenste Meinungen gelten zu lassen und dennoch einen Weg für die Gruppe zu finden.“

Ob sie auch beim Stadtparteitag, der heuer stattfinden soll, für die Obfrauen-Rolle kandidieren werde, könne sie derzeit noch nicht sagen. „Ich möchte die nächsten Monate nutzen, den schon eingeschlagenen Weg fortzusetzen, und die erhoffte Zustimmung aus den verschiedenen Bünden als Grundlage für meine Entscheidung zur Kandidatur beim Stadtparteitag nutzen“, so Heissenberger.

Für die VP-Stadträte Ronald Altmann und Christian Vymetal ist Heissenbergers Wahl ein klares Zeichen für „frischen Wind“ in der Partei. Altmann: „Tina hat in der Vergangenheit ihr Organisationstalent und ihr großes Herz bewiesen, sei es für die Senioren, Familien oder das Tierwohl.“ Vymetal: „Unsere Tina strahlt nur so von Herzlichkeit, dieses Image wollen wir der Stadtpartei nun verpassen.“ Und auch ÖVP-Bezirksobmann Gerhard Schödinger gratulierte der Angestellten und Mutter von zwei erwachsenen Söhnen.