Pflegeheim Hainburg wird ausgebaut

Das Land NÖ will vier Millionen Euro in einen zusätzlichen Trakt für Langzeitpflege investieren.

Erstellt am 14. Juli 2021 | 06:00
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Das Pflege- und Betreuungszentrum Hainburg erhält bis 2024 40 neue Betten.
Foto: Rittler

Das Pflege- und Betreuungszentrum (PBZ) Hainburg wird vergrößert. Bis 2024 sollen in einem neuen Trakt 40 Betten für die Langzeitpflege eingerichtet werden.

Die Einrichtung verfügt derzeit über 103 Betten. Im Jahr 2008 war das Gebäude des alten Krankenhauses generalsaniert und um einen modernen Zubau ergänzt worden. Anschließend übersiedelte das Pflegeheim vom ehemaligen „Ulrichsheim“ an der Landstraße an den neuen Standort neben dem Landesklinikum. Dieses wird derzeit modernisiert.

Im Zuge der Arbeiten wurde ein Zusatztrakt gebaut, um als Ausweich-Provisorium für die jeweils im Umbau befindlichen Stationen zu dienen. „Nach der Fertigstellung des Landesklinikums im Jahr 2023 sollen 40 Betten, die derzeit vom Klinikum genutzt werden, vom PBZ übernommen werden“, heißt es seitens des Büros der zuständigen Sozial-Landesrätin Christiane Teschl-Hofmeister (ÖVP). Der Trakt werde für die Langzeitpflege adaptiert werden. Diese Arbeiten sollen aus heutiger Sicht 2023 bis 2024 erfolgen. Es werde mit Projektkosten in Höhe von vier Millionen Euro gerechnet.

Landeweit sollen 650 neue Pflegeplätze entstehen

Der Ausbau ist Teil eines vom Land NÖ geschnürtes Pakets. Wie Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner gemeinsam mit Soziallandesrätin Christiane Teschl-Hofmeister (beide ÖVP) bekanntgab, sollen in den nächsten Jahren knapp 300 Millionen Euro in Ausbau und Modernisierung der PBZ des Landes und privater Träger investiert werden. Damit würden rund 650 neue Pflege- und Betreuungsplätze geschaffen.

Die vergangenen 15 Monate hätten „hautnah vor Augen geführt, wie wichtig, sensibel und wertvoll“ der Pflege- und Betreuungssektor für die Gesellschaft sei. „Im Umgang mit der Corona-Krankheit war es einerseits notwendig, die älteren Menschen besonders gut vor einer Infektion zu schützen und andererseits darauf zu achten, dass die Menschlichkeit und der soziale Zusammenhalt, die gerade im Pflege-und Betreuungsbereich so wichtig sind, nicht verloren geht“, sagte Mikl-Leitner. 

Entwicklungsplan über Situation der älteren Bevölkerung

Der Ausbau der Pflege- und Betreuungszentren erfolge in enger Zusammenarbeit mit der Wissenschaft. Grundlage sei ein von der Karl Landsteiner Privatuniversität erstellter „Altersalmanach“. Der Entwicklungsplan berücksichtigt die relevanten Trends wie den demographischen Wandel oder die gesundheitliche Situation der älteren Bevölkerung.

„Dieser Altersalmanach ist für uns eine zentrale Richtschnur, wo es Adaptierungen und Verbesserungen im Bereich der stationären Pflege und Betreuung benötigt,“ so Mikl-Leitner.

Der Anteil der Über-60-Jährigen in NÖ werde bis 2030 auf 32 Prozent steigen, der Anteil der Über-75-Jährigen auf 12 Prozent. „Bis 2030 werden wir deshalb 1.970 zusätzliche Plätze in den Pflege- und Betreuungszentren brauchen“, fügt Landesrätin Teschl-Hofmeister hinzu.

Es gelte deshalb, an den bestehenden Standorten zusätzliche Plätze zu schaffen und gleichzeitig Komfort und Qualität zu verbessern.