Freud und Leid beim Flughafen. Geplanter Öffi-Ausbau erfreut Airport, Beibehaltung der Ticketsteuer weniger.

Von Gerald Burggraf. Erstellt am 09. Januar 2020 (03:23)
Der Flughafen hätte gerne die Ticketsteuer abgeschafft gewusst, dazu kommt es mit Türkis-Grün aber nicht.
NOEN

Im türkis-grünen Regierungsprogramm wird auch der Flughafen mehrmals erwähnt. So ist unter anderem der Ausbau des öffentlichen Verkehrs in Form der Flughafenspange explizit erwähnt. Ebenso eine „bessere Verknüpfung an das S-Bahn- und U-Bahnnetz“.

Das freut die Flughafenchefs Julian Jäger und Günther Ofner: „Das neue Regierungsprogramm priorisiert aus unserer Sicht wichtige Vorhaben, wie den Ausbau des öffentlichen Verkehrs in der Flughafen-Region und die Bahnanbindung des Flughafens in Richtung Osten.“

Gefreut hätten sich die Vorstände über die Abschaffung der Ticketsteuer. Im Regierungsprogramm ist jedoch von einer Vereinheitlichung auf 12 Euro pro Ticket die Rede. Das entspricht einer Erhöhung für Kurz- und Mittelstrecke und einer Reduzierung für die Langstrecke.

Ersteres werde „den Luftfahrtstandort Österreich, gerade im Vergleich zu benachbarten Flughafenstandorten wie Bratislava, wo es eine derartige Steuer nicht gibt, belasten“. Die Reduktion auf der Langstrecke sei hingegen „wichtig, um den negativen Auswirkungen wenigstens teilweise entgegenzutreten“, halten Jäger und Ofner fest.