Bezirk Bruck/Leitha: Museen öffnen, Kultur bleibt zu. Theater und Konzerte bleiben tabu. Museen müssen sich für Öffnung neu organisieren.

Von Nicole Frisch und Otto Havelka. Erstellt am 10. Februar 2021 (05:12)
Festkonzert der Haydnregion NÖ im Schloss Petronell. Derartige musikalische Highlights gibt es vorerst nur ohne Publikum via Internet.
Lukas Lorenz

Die von der Bundesregierung verkündeten Lockerungen bedeuten auch gute Nachrichten für die Museen. Diese durften am Montag wieder die Tore öffnen. Die Ausstellung im Leopoldsdorfer AG34-Haus, einem ehemaligen Arbeiterwohnheim, bleibt vorerst aber noch geschlossen. Für diese Entscheidung waren allerdings nicht nur die nach wie vor hohen Infektionszahlen ausschlaggebend. „Wir müssen erst neu organisieren, wer den Dienst macht“, lässt Bürgermeister Fritz Blasnek (ÖVP) wissen. Er rechnet damit, dass die Dauerausstellung über die Ortsgeschichte sowie die Ziegelindustrie ab März wieder an Samstagen besichtigt werden kann.

Sorgenfalten häufen sich auf der Stirn des künstlerischen Leiters der Haydnregion Niederösterreich, Michael Linsbauer. Vorerst sind die vier geplanten Konzerte im März abgesagt. „Wir können nur kurzfristig entscheiden“, so Linsbauer. Das Eröffnungskonzert der Saison 2021 „Von Haydn bis Strauss“ in der Kulturfabrik Hainburg am 6. März soll aber auch ohne Publikum über die Bühne gehen. Es soll als Livestream aufgezeichnet und tags darauf ab 20 Uhr 15 via Internet ausgestrahlt werden (aktuelle Infos dazu unter haydnregion-noe.at).

Wenn erlaubt, werde man die bislang siebzig Käufer von Eintrittskarten „mit Abstand von zwei Metern im Saal verteilen“, verspricht Linsbauer. Organisatorisch sei man gewappnet, die Aktualität der Covid-Tests von Besuchern zu überprüfen. Für kleinere Konzerte werde sich ein Streaming nicht rechnen, weiß Linsbauer. Seine größte Sorge: Die prominent besetzte Aufführung von Haydns „Schöpfung“ im April in der Pfarrkirche Bruck ließe sich „nicht noch einmal ein Jahr verschieben“.