Enzersdorf: Strategie für mehr Lebensqualität gesucht. „Gemeinde 21“ möchte mit Partner „NÖ.Regional“ neue Strategien für eine bessere Lebensqualität im Ort ausarbeiten.

Von Felix Novak. Erstellt am 14. März 2021 (04:33)
Wilhelm Maderner ist seit 2014 Sprecher der „Gemeinde 21“.
Burggraf

Neun Jahre ist es her, als die Bürgerbeteiligungsinitiative „Gemeinde 21“ (G21) die Förderaktion des Landes nutzte, um mit dem Regional- und Kommunalentwicklungspartner „NÖ.Regional“ ein Leitbild zu erstellen, um die Lebensqualität in Enzersdorf und Margarethen zu verbessern. Ein Kernteam mit einem Dutzend engagierter Bürger setzte dabei Projekte wie Spielplatzerrichtung oder Ortsbildgestaltung um – natürlich stets in Kooperation mit dem Gemeinderat.

„Dank uns wurden Computerbildungskurse angeboten. Außerdem fanden im Volksheim die Gesundheitstage statt. Wir waren und sind quasi das Sprachrohr der Gemeinde“, berichtet G21-Sprecher Wilhelm Maderner. Nach der ersten fünfjährigen förderbegleitenden Periode musste nun eine Wartezeit von vier Jahren eingehalten werden, ehe eine neuerliche Teilnahme an der landesweiten Aktion möglich war. „Wir haben aber in der nicht geförderten Zeit weitergearbeitet“, betont Maderner, dass ein stets neu zusammengewürfeltes Team ein bestimmtes Ziel verfolgte.

Nun geht die Partnerschaft mit „NÖ.Regional“ in die zweite Runde. Diese wurde unter anderem mit der Ankündigung einer Ortsumfrage, die Mitte März per Post und auf dem elektronischen Weg an alle Haushalte in Enzersdorf und Margarethen gehen soll, eingeläutet. Die Ergebnisse dieser Umfrage sollen dann das neue Leitbild der „Gemeinde 21“ prägen.

Zwei Themenschwerpunkte stellt G21 in den Vordergrund: Die „innerörtliche Mobilität“ und das „Energieleitbild“. Dabei diskutiert die Gruppe über neue Fußgängerübergänge und eine bessere Ausleuchtung etlicher Gehwege. „Wir werden uns außerdem Gedanken darüber machen, wie wir die Energie künftig vernünftig nutzen können“, hofft Maderner auf viel Feedback aus der Bevölkerung. „Im Jahr 2012 sind wir noch von Haus zu Haus gegangen, um mit den Leuten persönlich zu sprechen, aber die Parteien waren damals zerstritten und viele glaubten nicht an erfolgreiche Projektumsetzungen. Heute ist das anders“, schildert Maderner. Damals wurden 14 Prozent der Fragebögen beantwortet.