Brucker Nachhilfe-Lehrer geben Unterricht aus der Ferne. Die Lehrer des Brucker Instituts „Learn4Life“ verbinden sich via ausgeklügelter Video-Konferenz mit ihren Schülern.

Von Susanne Müller. Erstellt am 11. April 2020 (05:34)
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Learn4Life-Geschäftsführer Thomas Panner beim Nachhilfeunterricht via e-Training.
privat

Den Weg zur Schule werden die Schüler wohl auch nach Ostern noch länger nicht nehmen. Stattdessen heißt es derzeit, zuhause pauken.

Für so manchen Schüler tun sich dabei Fragen auf. Was normalerweise in der Nachhilfe geklärt werden kann, gestaltet sich in der derzeitigen Lage deutlich schwieriger. Eine Situation, auf die beispielsweise das Brucker Nachhilfe-Institut „Learn4Life“ rasch reagiert und umgesattelt hat. Was bisher persönlich im Institut erklärt wurde, kann nun über e-Training aus der Ferne besprochen werden. Installiert werden kann das dafür nötige Programm auf jedem Endgerät vom PC bis zum Handy. „Der Schüler bekommt dann einen Link zum Bestätigen, dann sind wir verbunden“, erklärt „Learn4Life“-Geschäftsführer Thomas Panner. Im Wesentlichen funktioniere das e-Training wie eine Video-Konferenz, allerdings mit hilfreichen Zusätzen.

Lehrer kann trotzdem an der Tafel erklären

So gibt es beim Lehrer etwa eine zweite Kamera, sodass Lerninhalte direkt auf der Tafel erklärt werden können. „Man kann auch Dokumente hin- und herschicken und einen eigenen Bildschirm freigeben, um Inhalte live zu zeigen“, so Panner.

Man habe sofort nach Bekanntwerden der geplanten Schulschließungen auf die elektronische Nachhilfe umgestellt – und die Nachfrage sei durchaus vorhanden. Denn, die Abwicklung des Unterrichts laufe derzeit von Lehrer zu Lehrer unterschiedlich. Manche würden ihren Schülern einfach per Mail 20 Beispiele schicken. „Andere sind aber auch sehr engagiert und halten einen fast normalen Unterricht via Live stream ab“, so Panner.

Eines der Hauptanliegen sei in der derzeitigen Situation natürlich auch, die Maturanten bei der Reifeprüfung-Vorbereitung so gut wie möglich zu unterstützen. „Wir haben lange nach einer technischen Lösung gesucht, die für alle funktioniert, also auch am Handy. In Zeiten wie diesen geht es nur über Innovation“, ist Panner überzeugt.