Ab März weniger Kalk im Wasser

Erstellt am 21. Februar 2022 | 05:02
Lesezeit: 2 Min
440_0008_8284296_gre07rh_naturfilteranlagepetronell_carn.jpg
Auf 1.800 Quadratmetern wird in der neuen Filteranlage das Wasser entkalkt.
Foto: EVN
Neue Filteranlage wird rund 50.000 Verbraucher in der Region Petronell-Carnuntum versorgen.
Werbung

Trübe Gläser nach dem Geschirrspülen, kaputte Haushaltsgeräte oder gereizte Haut nach dem Duschen sind einige der Probleme, die zu viel Kalk im Wasser verursachen kann. Laut EVN Wasser ist damit ab März Schluss – dann wird die Naturfilteranlage bei Petronell-Carnuntum in Betrieb genommen. 

Sie wird in zehn Gemeinden der Region für weicheres Wasser sorgen. 

Der Härtegrad des Trinkwassers ist ein wesentliches Qualitätsmerkmal. Je mehr Kalzium und Magnesium im Wasser enthalten sind, desto „härter“ ist es und Kalkablagerungen in Leitungen und Geräten sind die Folge. Mit der Inbetriebnahme der Naturfilteranlage soll die Gesamthärte im Versorgungsbereich von 18 Grad dH (deutscher Härtegrad) auf 10 bis 12 Grad dH sinken. Gefiltert wird mit Membrantechnologie. Durch die Verwendung von sehr feinen Membranen, dünnen Trennschichten, können die Härtegrade rein physikalisch gesenkt werden.

Geschmack des Wassers verändert sich nicht

Diese schonende Methode verändert laut EVN den Geschmack des Wassers nicht. Durch das weichere Wasser kann künftig auch auf neue Wasserenthärtungsgeräte im Haushalt verzichtet werden. Bestehende Enthärtungsanlagen in der Hausinstallation müssen jedoch rechtzeitig angepasst werden.

Die Anlage sollte von einem Installateur oder dem Hersteller neu eingestellt oder ganz außer Betrieb genommen werden. So wird sichergestellt, dass die Wasserhärte im Haushalt nicht unter 8,4 Grad dH sinkt und durch Korrosion Schäden an der Hausinstallation entstehen.

Wird die Anlage komplett außer Betrieb genommen, muss diese aber unbedingt vollständig vom Netz getrennt werden, damit es zu keiner Verkeimung des Wassers kommen kann.

Die Filteranlage ist in einer Halle mit einer Größe von rund 1.800 Quadratmetern und einer Höhe von bis zu 11 Metern untergebracht. Die Kosten betrugen rund 10 Millionen Euro. Bei einem „Tag der offenen Tür“ wird die Anlage voraussichtlich im Juni zu besichtigen sein.

Werbung