Ex-VP-Gemeinderätin wechselt zu SP-Team. Anita Reinschedl geht als Nummer 5 für SP-Team ins Rennen. SP-Spitzenkandidat ist Bürgermeister Martin Almstädter.

Von Josef Rittler. Erstellt am 25. November 2019 (04:16)
Martin Almstädter, Anita Reinschedl und Peter Cinadr.
Rittler

Die SP der Marktgemeinde wählte am Freitag ihren Vorstand neu und präsentierte die Kandidaten für die Gemeinderatswahl.

Während als Spitzenkandidat wie vorherzusehen Bürgermeister Martin Almstädter ins Rennen um die Mandate geht, wird auf Listenplatz 5 Anita Reinschedl kandidieren. Reinschedl war nach der letzten Wahl für die Volkspartei in den Gemeinderat eingezogen. Über die Hintergründe ihres Wechsels wollen alle Beteiligten nicht viel sagen.

„Ich möchte meine zwanzigjährige engagierte Arbeit im Gemeinderat positiv fortsetzen. Respekt und soziale Werte und vor allem eine vernünftige Politik für Petronell-Carnuntum sind mir wichtig, und darum möchte ich in Zukunft das SP-Team Petronell-Carnuntum unterstützen“, erklärt Reinschedl. Sie habe die Volkspartei mit Ende Oktober endgültig verlassen.

"Bei uns in der Fraktion ist eine eigene Meinung gefragt"

Auch ihre ehemalige Partei hält sich bedeckt. „Seitens der VP Petronell-Carnuntum gibt es keinen Kommentar zu Frau Reinschedl“, heißt es lapidar gegenüber der NÖN.

Die SP freut sich laut Almstädter und Vorsitzenden über die Verstärkung: „Wir haben uns ausgetauscht und begrüßen eine erfahrene Gemeinderätin in unseren Reihen.“ Die Entscheidung sei in der SP-Fraktion einstimmig gefallen. Dann gibt er zumindest einen Hinweis auf die Hintergründe des Wechsels: „Bei uns in der Fraktion ist eine eigene Meinung gefragt.“

Reinschedl wird parteifrei bleiben, der Name der Liste wurde daher laut Almstädter als „SP Team Petronell-Carnuntum“ mit eigenem Logo formuliert.

Die übrige Liste sei laut Almstädter eine Mischung aus „alten Hasen“ und Neuzugängen, es gebe auch einige Kandidaten, die nicht Mitglied der SP seien. Fabian Menzel werde sich um die Anliegen der Jugend kümmern, Nikolaus Wieser wird sich der Mobilitätsoffensive widmen.

Die Wahl zum Parteivorstand verlief übrigens eindeutig: Voristzender Peter Cinadr und sein Team wurden mit hundert Prozent bestätigt.