FPÖ: Oliver Küffe wirft das Handtuch

Erstellt am 11. Juni 2022 | 05:34
Lesezeit: 2 Min
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Oliver Küffe legt alle Ämter zurück.
Foto: Otto Havelka
Der ehemalige Gemeinderat aus Bad Deutsch-Altenburg-Petronell-Carnuntum legt alle Funktionen in der Partei zurück.
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Der stellvertretende Obmann der FPÖ Ortsgruppe Bad Deutsch-Altenburg-Petronell-Carnuntum, Oliver Küffe, ist überraschend zurückgetreten. „Ich setze diesen Schritt aus familiären Gründen“, sagt Küffe. Er sei in seiner Funktion auch manchmal angefeindet und bedroht worden.

Der 34-Jährige ist von Beruf Techniker bei den Wiener Stadtwerken und war dreizehn Jahre als Ortsgruppenfunktionär der Freiheitlichen tätig. Er hatte bei den Gemeinderatswahlen 2010 und 2015 jeweils mit einem Mandat den Einzug in den Gemeinderat geschafft, war aber bei der Wahl 2020 wieder ausgeschieden.

Im Jahr 2017 war er mit den Sozialdemokraten eine Koalition eingegangen, wurde für drei Jahre geschäftsführender Gemeinderat, und ebnete so Bürgermeister Martin Almstädter (SPÖ) den Weg. „Mit dem Bürgermeister habe ich bereits gesprochen“, berichtet Küffe. Er zählte 2021 nach den umstrittenen Rodungen beim Sportplatz zu den schärfsten Kritikern des Ortschefs.

„Oliver Küffe war unser Aushängeschild, wir bedauern den Rückzug“, kommentiert FPÖ-Bezirksobmann Werner Herbert.  Auch die übrigen Kandidaten auf der FPÖ-Liste haben sich zurückgezogen. Wichtig sei es, im Hinblick auf die Gemeinderatswahlen 2025 einen Spitzenkandidaten zu finden. Es werde daher noch vor dem Sommer eine Ortsgruppensitzung geben, um die Weichen für die Nachfolge zu stellen und die Ortsgruppe neu zu formieren. 

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