Fulminanter Neustart von „Art Carnuntum“

Mit der Bühnenkomposition „Exodos“ lieferte die neue Intendantin Constantina Bordin beim Festival „Art Carnuntum“ einen überzeugenden Einstand. 

Erstellt am 31. August 2021 | 09:54

Das Welttheater Festival „Art Carnuntum“ meldete sich am Freitag auf eindrucksvolle Weise zurück. Unter der Leitung von Constantina Bordin, neue Intendantin und Tochter des jüngst verstorbenen Begründers von „Art Carnuntum“, Piero Bordin, wurde eine ergreifende und tief beeindruckende Bühnenkomposition „Exodos“ des renommierten griechischen Regisseurs Theodoros Terzopoulos im Amphitheater aufgeführt.

Das Ein-Personen-Stück wurde ursprünglich nur für eine Aufführung in der antiken, für seine Orakel berühmten Stadt Delphi geschaffen und nun exklusiv für eine Aufführung für „Art Carnuntum“ adaptiert. 

Die griechische Schauspielerin, Sophia Hill, verkörpert in dem Stück drei Frauen griechischer Tragödien, die bewusst in den Tod gehen: Medea, die sich aus Kränkung darauf vorbereitet, ihre Kinder zu töten. Alkestis, die freiwillig den Tod wählt, um ihren Mann zu retten. Und schließlich Antigone, die sich für ihren Widerstand bewusst zu Tode verurteilen lässt.

Dass das Stück in griechischer Sprache aufgeführt wurde, spielte keine Rolle. Selbst ohne die Übersetzung an zwei Monitoren wäre die ganze Tragik spürbar gewesen. 

Neo-Intendantin Constantina Bordin ist im Amphitheater auf eindrucksvolle Weise angekommen.