Rätsel um Tierquälerei: "Alfie" verlor Bein durch Falle. Mehreren Katzen in Petronell-Carnuntum musste ein Bein amputiert werden. Sie waren in eine Falle geraten.

Von Josef Rittler. Erstellt am 21. Juli 2021 (05:59)
„Alfi“ muss auf drei Beinen leben. Er war offensichtlich in eine Schlinge oder Schnappfalle geraten.
privat

Mehrere Fälle von Tierquälerei empören Katzenhalter in der Marktgemeinde. Die Tiere, es sind mindestens vier betroffen, waren zunächst einige Zeit abgängig und kehrten schwer verletzt nachhause zurück. Die Besitzer berichteten darüber der unabhängigen Gemeinderätin Michaela Eissler, die sich ihrerseits an die NÖN gewandt hat. „Das Wohl von Tieren liegt mit bekanntermaßen am Herzen, ich bin daher angesprochen worden, um andere Katzenhalter zu warnen“, erklärt Eissler.

Der Sachverhalt: Im Bereich des Bahnviertels und östlich davon wurden in den letzten Wochen öfters Katzen vermisst. Eine davon war „Alfi“. „Die Besitzerin hat mir erzählt, dass Alfi sechs Wochen lang verschwunden war. Er ist dann doch wieder aufgetaucht, war allerdings sehr verschreckt und abgemagert, und seine Vorderpfote war verletzt“, sagt Eissler.

Der Kater wurde zur Tierärztin gebracht. Dort wurde festgestellt, dass die Pfote so arg in Mitleidenschaft gezogen war, dass sie amputiert werden musste. Dieses Schicksal teilt eine andere Katze, die einen Hinterlauf verloren hat. „Die Tiere müssen in eine Drahtschlinge oder in eine Falle, die zuschnappt, geraten sein, anders sind die Verletzungen nicht zu erklären“, so Eissler. 

Angst vor weiteren Fällen

Alfi hat es geschafft und wird auf drei Pfoten weiterleben. Seine Besitzerin hat nun neben all der Sorge und Aufregung auch Behandlungskosten in Höhe von 740 Euro zu tragen.

Jetzt besteht die Befürchtung, dass es weiterhin zu ähnlich grausamen Vorfällen kommen wird. „Es ist schlimm, warum gibt es Menschen, die so etwas machen? Katzen sind Lebewesen wie wir Menschen auch, werden aber als Sache behandelt“, so Eissler.