Schimmel: Turnsaal ist gesperrt. Die Dämmwolle in der Decke der Volksschule in Petronell-Carnuntum hatte sich mit Wasser vollgesogen. „Problem wurde zur Seite geschoben“, meint VP.

Von Josef Rittler. Erstellt am 14. Oktober 2020 (05:55)
Auch an der Außenseite sind die letzten Jahre nicht spurlos an der Turnhalle vorübergegangen.
Rittler

Bis auf Widerruf ist der Turnsaal der Volksschule derzeit gesperrt. Die Dämmwolle in der Decke hatte sich mit Wasser vollgesogen und ist total verschimmelt. „Da der Raum wegen Corona nicht benutzt worden war, ist auch nicht gelüftet worden. Wir mussten daher handeln“, erklärt Bürgermeister Martin Almstädter (SP). Derzeit werde von Sachverständigen geprüft, ob eine Sanierung oder gleich ein Neubau wirtschaftlicher wäre.

Die Volkspartei ortet in der Angelegenheit Versäumnisse der Gemeindeführung. „Bereits im März 2018 wies der Schulausschuss unter Vorsitz von Christof Hanel auf die Dringlichkeit ‚Turnhalle‘ hin. Die ausreichende und pannenfreie Beheizung der Klassenräume und die Renovierung des Eingangs konnten damals von der VP durchgesetzt werden“, heißt es in einer Aussendung.

Almstädter: „Vorwürfe der VP unbegründet“

„Natürlich freuen wir uns, dass der Sanierung unserer Turnhalle nun endlich die nötige Priorität gegeben wird. Warum aber erst jetzt? Schon 2018 haben wir auf den Zustand hingewiesen. Anscheinend waren andere Projekte, wie zum Beispiel das Gemeindefest, wichtiger“, bekräftigt VP-Gemeinderat Christof Hanel gegenüber der NÖN. Jetzt würden Kredite ins Auge gefasst, welche bei einem sparsamen Umgang mit Gemeindegeldern nicht notwendig gewesen wären.

„Die Vorwürfe der VP sind unbegründet“, kontert der Bürgermeister. „Zunächst ist festzuhalten, dass alle Informationen, die die VP hat, von mir stammen. Herr Hanel hat sich nie nach dem Stand der Dinge erkundigt, 2019 hat gar keine Sitzung des Schulausschusses stattgefunden.“ Es wären stets die notwendigen Sanierungsschritte gesetzt worden, sobald die Finanzierung gesichert gewesen wäre. „Das mit anderen Vorhaben gegenzurechnen, ist nicht nachzuvollziehen, da alles im Gemeinderat beschlossen wurde, vieles davon einstimmig, wie das ,Erlebnis Petronell-Carnuntum‘.“