Sprung ins Jahr 333. In der Römerstadt schreibt man das Jahr 333 nach Christus: Konstantin sitzt auf dem Kaiserthron, statt der Toga trägt man in Rom nun die früher barbarisch anmutenden Hosen.

Von Ines Garherr. Erstellt am 15. August 2017 (22:16)

Indes hält sich der Dux – Befehlshaber der Provinzen Pannoniae Prima und Noricum Ripense – in Carnuntum auf, um aus verbündeten germanischen Völkern Truppen zu rekrutieren. So lautete das fiktive Szenario, das an die 100 Mitwirkende aus ganz Europa vier Tage lang in der Römerstadt nachspielten.

Aber nicht nur Soldaten, auch einfache Hausfrauen, Schmiede und Weberinnen traf man vom 12. bis 15 August in der Römerstadt an. Die Akteure lebten während der Veranstaltung im Stadtviertel und ernährten sich von selbst gekochten römischen Speisen. Für die Gäste wurde der Besuch zum Zeitreiseerlebnis.

Sie konnten beobachten, wie der Dux in Carnuntum eintraf, Soldaten rekrutierte, die Therme besuchte und mit den germanischen Offizieren speiste. Und es war den Besucher auch möglich, selbst in die antike Welt einzutauchen. Unter anderem konnten sie sich im Bogenschießen üben.

Anders als bei anderen historischen Festen wurden keine Vorführungen geboten, man konzentrierte sich auf eine detailgetreue sowie historisch akkurate Darstellung des spätantiken römischen Alltags. Wohl auch deshalb verirrten sich nicht ganz so viele Besucher nach Carnuntum wie beispielsweise zum Römerfestival im Juni.