Suess-Wasser für Wien

Erstellt am 13. Mai 2022 | 05:19
Lesezeit: 2 Min
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Eduard Suess wurde 1831 in London geboren und starb 1914 in Wien.
Foto: unbekannt
Eduard Suess regte den Bau einer Wasserleitung nach Wien an.
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Gegen Mitte des 19. Jahrhunderts waren die Wasserzustände in Wien prekär: Die Haushalte bezogen ihr Wasser aus Hausbrunnen und einzelnen kleinen Wasserleitungen. In manchen Stadtteilen kam es regelmäßig zu Kontaminationen. Die Stadt Wien gründete deshalb eine Wasserversorgungskommission, der Eduard Suess ab 1863 angehörte.

1868 wurde, auf seine Anregung hin, der Bau einer neuen Wasserleitung beschlossen. Sie sollte vom Hochquellengebiet am Fuß des Schneebergs nach Wien führen. Der Spatenstich durch Kaiser Franz Joseph I. erfolgte am 21. April 1870, eröffnet wurde die I. Wiener Hochquellenleitung am 24. Oktober 1873. Bis heute transportiert die Leitung, die von Kaiserbrunn über Neunkirchen, Baden, Mödling, Mauer bis zum Wasserbehälter am Rosenhügel in Wien verläuft, rund 62 Millionen Kubikmeter Wasser pro Jahr. Das entspricht der Hälfte des Wiener Trinkwassers.

Eduard Suess hatte von 1869 bis 1873 auch einen Sitz im niederösterreichischen Landtag.

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