Bruckneudorf muss für Erweiterung mehr Pacht bezahlen. Bruckneudorf pachtet Heeresgrund für die Erweiterung des Bauhofs. Die Finanzprokuratur urgierte einen höheren Pachtpreis.

Von Otto Havelka. Erstellt am 31. Mai 2020 (05:10)
Die Gemeinde pachtet das schmale Grundstück zwischen Bauhof und Heeres-Container.
Havelka

Der Vertrag hätte nur noch unterschrieben werden müssen: Die Gemeinde wollte vom Bundesheer einen rund 1.250 Quadratmeter großen Grünstreifen zwischen dem Bauhof und den ehemaligen Asylcontainern pachten, um dringend benötigten Lagerplatz für den Bauhof zu bekommen. Pachtpreis: 90 Cent pro Quadratmeter und Jahr.

Doch dann machte die Finanzprokuratur als Anwaltskanzlei der Republik Österreich einen Strich durch die Rechnung: Der Pachtpreis sei im Vergleich zu ortsüblichen Grundstückspreisen zu niedrig.

SP-Bürgermeister Gerhard Dreiszker nahm den Befund mit säuerlichem Lächeln zur Kenntnis. „Für eine Wiese“ wäre ein Pachtpreis von rund einem Euro „durchaus ortsüblich“, sagt er.

Nun einigte man sich auf zwei Euro Pacht pro Quadratmeter und Jahr. Die rund 2.500 Euro pro Jahr werde die Gemeinde angesichts der Platznot am Bauhof verschmerzen, lenkt Dreiszker ein.

Für Dreizker ist die Pacht aber nur eine „Zwischenlösung“. Die Gemeinde spitzt bereits seit Jahren auf das komplette Heeresareal in der Lagerstraße 1, um den benachbarten Bauhof erweitern zu können. „Wir platzen dort aus allen Nähten“, stöhnt Dreiszker.

Die Pläne zerschlugen sich vor vier Jahren, als dort ein Container-Lager für rund 80 Flüchtlinge errichtet wurde.

2018 wurden die Asylcontainer zu einem Ausweichquartier für Soldaten des Assistenzeinsatzes umgebaut.