SPÖ tritt in Sommerein als Liste an. Die Kandidaten und nicht die Partei sollen bei der Wahl im Vordergrund stehen.

Von Nicole Frisch. Erstellt am 07. Dezember 2019 (04:17)
Die SPÖ um Ortschef Karl Zwierschitz wird als SP-nahe Liste bei der Wahl antreten.
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Ein neuer Name wird bei der kommenden Gemeinderatswahl auf dem Stimmzettel stehen: Die SPÖ wird im Jänner als Liste Karl Zwierschitz – SPÖ Sommerein kandidieren. „Wir hatten bereits bei den letzten Wahlen sehr viele namensbezogene Stimmzettel“, begründet SP-Bürgermeister Karl Zwierschitz diese Entscheidung mit dem Wahlverhalten der Bürger. Der Namensgeber der Liste wird im Jänner auch als Spitzenkandidat ins Rennen gehen.

Die Herkunft der Liste Karl Zwierschitz, die SPÖ, wolle man jedoch nicht verleugnen. „Wir wollen schon zeigen, wo wir herkommen“, betont Zwierschitz. Daher behält sich die Liste auch die Bezeichnung SPÖ Sommerein im Namen. „Wir wollen aber die Kandidaten mehr in den Vordergrund stellen und weniger die Partei“, hält Zwierschitz im Gespräch mit der NÖN fest.

"Mit der SPÖ kann man gerade keine Wahlen gewinnen"

Grund dafür ist freilich auch die aktuelle Situation der SPÖ auf Bundesebene. Diese lässt derzeit vor allem mit durchwegs schlechten Wahlergebnissen, Querelen um den Parteivorsitz oder auch Kündigungen von Mitarbeitern aufhorchen. „Mit der SPÖ kann man gerade keine Wahlen gewinnen“, sagt Zwierschitz unverblümt.

Bei den letzten Gemeinderatswahlen 2015 hat die SP-Ortspartei in Sommerein 71,52 Prozent der Stimmen erreicht. Damit hat sie nicht nur rund fünf Prozent und somit ein Mandat dazugewonnen, sondern auch die absolute Mehrheit im Gemeinderat behaupten können. Im Bezirk war dies einer der wenigen Lichtblicke für die SPÖ nach der letzten Gemeinderatswahl.

Kandidatenliste wird derzeit erstellt

Mit den Vorbereitungen für die kommende Gemeinderatswahl am 26. Jänner hat die Liste Karl Zwierschitz – SPÖ Sommerein bereits begonnen. An der Kandidatenliste wird momentan noch gearbeitet. Dass Zwierschitz an der Spitze steht, ist aber bereits fix. Bis spätestens 18. Dezember muss die Liste stehen. Ein großer Wahlkampf sei nicht geplant, so Zwierschitz. „Bei uns steht die Sacharbeit im Vordergrund“, sagt der amtierende Bürgermeister.