Zukunft des Auer Freibads steht in den Sternen. Um das Freibad im Sommer aufsperren zu können, müsste es umfassend saniert werden. Budget gibt es dafür aber noch keines.

Von Otto Havelka. Erstellt am 06. Januar 2021 (04:12)
Das Vergnügen im Freibad Au fällt heuer ins Wasser. Technik und Hygienestandards entsprechen nicht den Coronabestimmungen.
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Rund 5.300 Euro sind im Budgetvoranschlag der Gemeinde als Einnahmen aus dem Freibad veranschlagt (Eintrittsgelder und Verpachtung der Kantine). Ob das Geld tatsächlich in die Gemeindekasse fließt, ist aber noch offen. Denn das Bad kann nur aufgesperrt werden, wenn es zuvor saniert wird. Die Kosten dafür – laut Schätzungen bis zu einer Million Euro – sind aber nicht im Budget eingeplant.

Nun machen die Oppositionsparteien VP und SP, die den Voranschlag allerdings mit abgesegnet haben, Druck. „Hier sehen wir dringenden Handlungsbedarf“, mahnt VP-Gemeindeparteiobmann Stefan Hinterbuchinger. „Die erforderlichen Umbaumaßnahmen müssen unbedingt jetzt den entsprechenden Behörden zur Bewilligung vorgelegt werden und ein entsprechender Finanzierungsplan frühzeitig erstellt werden. Im Sommer ist es zu spät“, fordert Hinterbuchinger.

Bürgermeister Herbert Mihaly (Zukunftsbündnis Mihaly) ließ sich in der Gemeinderatssitzung auf keine Diskussion ein. Es könne ja noch immer ein Nachtragsvoranschlag erstellt werden.

Akut wurde das Thema im vergangenen Sommer. Im Juli wurde beschlossen, das Bad 2020 nicht zu öffnen. Das Risiko einer Übertragung von Covid-19 sei im Freibad, das sich „noch auf Stand der Technik und Hygienestandards von 1969 befindet, zu groß“, erklärte damals Mihaly. 

Seither wird spekuliert, ob damit das Bad nicht ein für alle Mal geschlossen bleibt, zumal es der Gemeinde ohnedies ein jährliches Defizit von rund 30.000 Euro beschert.

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