Baupreis geht gleich zweimal an den Bezirk Bruck

Die Brucker Burg und das Sommereiner Wohnbau-Projekt Wolfsbrunn wurden als „vorbildliche Bauten“ ausgezeichnet.

Erstellt am 05. Januar 2022 | 05:32
Lesezeit: 1 Min

Gleich zweimal ging der älteste Baupreis Niederösterreichs heuer in den Brucker Bezirk. Und das von insgesamt nur 14 Projekten im Land, die als „vorbildliche Bauten“ ausgezeichnet wurden. Bewertet werden dabei Kriterien wie der schonende Umgang mit Landschaft und Ressourcen sowie klimagerechtes Planen und Bauen.

Eine der Auszeichnungen für „vorbildliches Bauen“ ging an die Revitalisierung Burg in Bruck. Unter der Bauführerschaft von BME Architektur & Baumanagement wurde das Vorhaben der Arthur Krupp Baugenossenschaft umgesetzt. Wie mehrfach berichtet, wurde das ehemalige Augustinerkloster aus dem 14. Jahrhundert in enger Abstimmung mit dem Bundesdenkmalamt aus seinem Dornröschenschlaf geholt, fachgerecht revitalisiert und in seiner Energieeffizienz ertüchtigt. Heute befinden sich in dem Vorzeigebau neben 34 Wohnungen auch ein Kindergarten und eine Arztpraxis.

Anzeige

Gestalterisch ansprechend mit hoher Qualität

„Gestalterisch ansprechend ausgestattet und in handwerklicher hoher Qualität umgesetzt, stellt die Wohnanlage einen gesellschaftlich wertvollen und vorbildhaften Beitrag im öffentlich geförderten Wohnbau dar“, befand die Fachjury. Für Bruck ist es damit schon die zweite Auszeichnung für die Generalsanierung eines historischen Gebäudes. Auch das revitalisierte Rathaus wurde bereits mit dem Preis gewürdigt.

Das zweite Projekt, das heuer unter den Preisträgern ist, ist der Wohnbau Wolfsbrunn in Sommerein. Geplant wurde das Projekt von AW Architekten ZT GmbH für den Bauherren „Südraum Gemeinnützige Wohnbaugesellschaft“. Die in zwei Zeilen angelegte Reihenhausanlage überzeugte durch ein durchdachtes Raumgefüge und wohl proportionierte Eigengärten.

Besonders hervor, stechen die verschiebbaren Sonnenschutz-Elemente mit abstrakter Lochmusterung, die das Erscheinungsbild der Anlage prägen. „Mit der Kombination aus Geothermie und Bauteilaktivierung gelingt in diesem Projekt eine innovative wie auch ökologische Raumkonditionierung und lässt ein vorbildhaftes Gesamtkonzept im geförderten Wohnbau entstehen“, lautete das Urteil der Fachjury.