Stimmen befahlen 36-Jährigem: „Zünde das Haus an“. 36-Jähriger verteilte Papierfetzen im Haus und zündete sie an: Der Brandstifter ist psychisch krank und muss jetzt in eine Anstalt.

Von Jutta Hahslinger. Erstellt am 22. März 2020 (06:19)
So sah das Anwesen nach dem Brand aus, den der 36-Jährige gelegt hatte. Nur das rasche Eingreifen der Feuerwehr verhinderte, dass Menschen zu Schaden kamen.
Feuerwehr Prellenkirchen

Es sei ihm damals am 27. Oktober vergangenen Jahres psychisch nicht gut gegangen und er habe Stimmen gehört, erzählt der 36-Jährige vor Gericht. Stimmen, die ihm befohlen haben, Feuer im Haus zu legen. Er habe den Stimmen gehorcht, im Haus Papierblätter verteilt und mit einer Kerze angezündet. Aufgrund der Rauchentwicklung und der Hitze habe er dann nach draußen flüchten müssen, schildert er.

Zum Glück hatten Nachbarn den Brand bereits bemerkt und die Feuerwehr alarmiert. Die Einsatzkräfte konnten das drohende Übergreifen der Flammen auf die Wohnhäuser der Nachbarn in der Kirchengasse in Prellenkirchen verhindern.

J.H.

Es habe eine Gefahr für das Leben und das Vermögen der Nachbarn bestanden, verantwortlich dafür der 36-Jährige, befand der Staatsanwalt. Aufgrund eines psychiatrischen Gutachtens, das dem 36-Jährigen eine schizophrene Erkrankung attestiert und er zum Tatzeitpunkt nicht zurechnungsfähig war, stellte der Staatsanwalt den Antrag auf Einweisung des 36-Jährigen in eine Anstalt für abnorme Rechtsbrecher.

Der Schöffensenat schloss sich der Expertenmeinung an und ordnete die Einweisung des 36-Jährigen in eine Anstalt an.