Brucker Jugend räumte kräftig ab. Top-Ergebnisse für Nachwuchs-Musiker der Anton Stadler Musikschule aus Bruck bei Landes-Wettbewerb.

Von Gerald Burggraf, Stefanie Cajka, Nicole Frisch und Susanne Müller. Erstellt am 21. März 2021 (03:34)
Elisa Kollmann, Leonie Rotter und Emma Ritschl machten als „Pink Dots“ einen dritten Preis.
Bernhard Strobl/Musikschule Donauland, Bernhard Strobl/Musikschule Donauland

Die Nase vorne hatte beim diesjährigen „Prima la musica“-Wettbewerb einmal mehr die Anton Stadler Musikschule aus Bruck. Aus der Brucker Musikschule waren heuer so viele Schüler beim Wettbewerb vertreten wie noch nie – 15 an der Zahl.

„Es gefällt mir besonders, dass mittlerweile so viele Klassen mitmachen“, freut sich Direktorin Serafia Myriknopoulou über das heuer besonders gute Abschneiden: „Die Resultate waren heuer wirklich sehr gut.“ (siehe Infobox). Nicht weniger als drei Beiträge bekamen nicht nur die Bestnote, sondern auch eine Berechtigung zur Teilnahme am Bundeswettbewerb, der heuer von 22. bis 30. Mai in Salzburg stattfinden soll: Das New(s) Trio bestehend aus Pia Zwingl, Justin Moldovan und Elias Nedelea, die alle drei schon mehrfach sehr erfolgreich bei Prima la musica teilgenommen haben, sowie Simon Steiner und Julia Kaltenbrunner.

Der Landeswettbewerb wurde heuer Corona-bedingt anders als sonst durchgeführt, nämlich online. Die Musikschulen mussten nach strengen Kriterien Videos von ihren teilnehmenden Schüler erstellen, was natürlich den Aufwand vorab um eine technische Komponente vergrößerte. „Ich bin sehr stolz auf die KollegInnen und SchülerInnen, die sich trotz Lockdowns und allen damit verbundenen Schwierigkeiten mit so viel Engagement vorbereitet haben und solche Resultate erzielen konnten“, sagt Myriknolpoulou. Die Anton Stadler Musikschule hat auch im Niederösterreich-Vergleich heuer hervorragend abgeschnitten.

Erfolge auch in anderen Schulen des Bezirks

Über den zweiten Preis in der Kategorie „Gitarre Kammermusik“ konnten sich drei Nachwuchs-Gitarristen der Joseph Eybler Musikschule in Schwechat freuen. Das Trio „Musik hoch 3“ – bestehend aus Elly Förster sowie Louis und Leo Clapton – konnte überzeugen. „Das ist ein toller Erfolg für das noch sehr junge Ensemble“, weiß Musikschuldirektor Albert Sykora. Die Schützlinge von Carlo Duvivie spielen erst kurze Zeit zusammen und auch die Teilnahme war dieses Jahr anders als sonst. Denn statt eines Auftritts in St. Pölten galt es ein Video zu produzieren, dass dann per USB an das Musikschulmanagement geschickt werden musste.

„New Trio“: Pia Zwingl, Justin Moldovan und Elias Nedelea aus der Anton Stadler Musikschule sind schon „prima la musica“-Profis.
privat, privat

„Das Video durfte nur einmal aufgenommen werden und natürlich auch nicht geschnitten“, berichtet Sykora. Da in Schwechat die Voraussetzungen für eine Videoproduktion nicht passend waren, organisierte Gitarrenlehrer Carlo Duvivie kurzerhand über einen befreundeten Tontechniker eine Aufnahme in einem Profi-Studio in Tullnerbach. „Die Eltern haben die Kinder dann hingebracht“, dankt Sykora Eltern und Lehrer für deren Engagement.

Eine spannende, zugleich aber auch ungewöhnliche Erfahrung war „Prima la musica" für die Schüler der Musikschulen Himberg und Südheide, die als Ensemble gemeinsam am Wettbewerb teilnahmen. Die „Vier wilden Bögen“ Hannah Rohrer, Sibel Tosun, Simon Rohrer und Julia McCarthy studierten mit ihrer Lehrerin Mariela Riedl-Friedrich ein Programm ein. Unter Einhaltung des Abstandes von zwei Metern und mit Masken wurde eifrig geprobt, sodass sich die jungen Musiker letztlich über den zweiten Platz in der Kategorie Kammermusik für Streichinstrumente freuen durften. „Das war kein leichtes Unterfangen in einem Jahr, in dem es immer wieder Lockdown- und quarantänebedingte Probepausen gab, in denen dann nur im Online-Einzelunterricht weitergearbeitet werden konnte“, betont Riedl-Friedrich.

Auch das Gitarren-Trio „Pink Dots“ – bestehend aus Elisa Kollmann, Emma Ritschl und Leonie Rotter und geleitet von Lehrer Thomas Krampl – von der Musikschule Donauland (Standort Fischamend) konnte sich bei „Prima la musica“ über einen dritten Preis freuen.