Auer Bad hat wieder Zukunft

Erstellt am 13. Mai 2022 | 04:41
Lesezeit: 3 Min
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Die Auer putzten am Samstag in einem gemeinsamen Kraftakt das Freibad, sodass nun in einem nächsten Schritt die Folie instandgesetzt werden kann.
Foto: privat
Jetzt legen die Auer selbst an, um das vor zwei Jahren geschlossene Freibad wieder zum Leben zu erwecken.
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Noch diese Woche soll die Folie im Auer Freibad instandgesetzt werden. Bis die dafür zuständige Firma kommt, galt es allerdings erst einmal, das Becken zu reinigen.

„Unsere Gemeindemitarbeiter hätten das Becken in der Zeit alleine nicht reinigen können“, erklärt Bürgermeisterin Reka Fekete (ÖVP). Gemeinderat Rudolf Wiesinger („Au bewegt uns“) startete daher über die Facebook-Seite des Bads einen Aufruf zur gemeinsamen Putzaktion am Samstag. Dabei zeigte sich: Der Bevölkerung ist das Bad einiges an Aufwand wert. Gut 30 Personen kamen, um fleißig mitzuhelfen.

„Der jüngste Helfer war elf, der älteste 82 Jahre alt“, erzählt Fekete stolz. Weil alle so tatkräftig mithalfen, konnte das Becken innerhalb eines Vormittags gereinigt werden. Zum Dank und zur Stärkung bei der Arbeit, versorgte Rudolf Wiesinger alle Helfer mit Getränken und Wurstsemmeln.

„Es geht um das Miteinander in Au. Ein Bad ist etwas Unpolitisches. Wir brauchen Einheit, um wieder zu altbewährter Stärke zu kommen. Wenn wir das Projekt verwirklichen, können wir alle stolz darauf sein, dass wir das gemeinsam geschafft haben“, so Wiesinger. Und derzeit zeigen die Zeichen auf Erfolg. „Die Chancen stehen sehr sehr gut, dass wir das Freibad heuer öffnen können“, meint auch Fekete.

Damit erinnern die Auer Bürger heute wieder ein wenig an die Anfänge des Bads: Zwei Maurer haben damals in Eigenregie mit Bürgern gemeinsam ein Betonbecken errichtet.

„Diese Gemeinschaft, die damals geherrscht hat, die ist ein bisschen verloren gegangen. Wenn wir diesen Gedanken wieder aufleben lassen, können wir alle stolz sein“, so Wiesinger, der auch der neuen Bürgermeisterin Rosen streut: „Es ist schön zu sehen, dass jetzt so viel weitergeht.“ Die Kosten für die Instandsetzung der Folie werden sich auf 7.900 Euro netto belaufen. Auch auf Förderungen dafür kann man hoffen. Letztendlich sind die Pläne für das Bad aber größer: „Geplant ist, das Bad in zwei Jahren umzubauen. Die Idee ist, das Becken um ein Naturbecken zu erweitern. Dann würden wir auch keine Chemikalien mehr brauchen“, überlegt Wiesinger.

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