Fitness-Studios öffnen am 29. Mai ihre Tore. Mit 29. Mai sollen auch Fitness-Studios wieder öffnen dürfen. Die genauen Rahmenbedingungen sind noch nicht bekannt.

Von Judith Jandrinitsch und Philipp Grabner. Erstellt am 20. Mai 2020 (05:18)
Agnes und Stefan Gispert freuen sich schon auf ihre Kunden im Fitnessland in Oeynhausen.
privat

Agnes Gispert, Geschäftsführerin von Niederösterreichs größtem Indoor-Fitness-Studio, dem Fitnessland in Oeynhausen, bietet ihren Kundinnen und Kunden auf 5.000 m² Sportmöglichkeiten, Wellness und Gesundheitsangebote.

Sie erklärt: „Viele unserer Kunden gehören der Generation 55+ an oder haben Beschwerden am Bewegungsapparat. Sie kommen zu uns, damit sie mithilfe unserer Trainer gezielt an der Stärkung der Wirbelsäule arbeiten, denn bei uns gibt es kein Training, ohne dass ein Trainer darauf achtet, dass die Übungen richtig ausgeführt werden. Deshalb wäre es für uns so wichtig zu wissen, dass uns die Wirtschaftskammer bekannt gibt, welche Auflagen wir berücksichtigen müssen, wenn wir am 29. Mai tatsächlich öffnen dürfen. Denn sportliche Betätigung ist für mich die beste Gesundheitsvorsorge, dieser können unsere Kunden aber nur nachkommen, wenn wir öffnen dürfen und auch wissen, was wir zu berücksichtigen haben.“ Sie hofft, dass es keine Maskenpflicht für die Trainierenden geben wird, „denn das wäre wirklich unsinnig und echt gesundheitsgefährdend. Wer trainiert, stärkt sein Immunsystem und braucht ja viel mehr Sauerstoff, um entsprechend atmen können.“

Eines passiere aber jetzt schon: „Unsere Kunden jammern und wollen sich endlich wieder bewegen.“

Online-Kurse waren für die Kunden Goodies

Mit Online-Kursen ins Internet ausgewichen ist Mario Suchard, Chef von „CrossFit 2500“ in Traiskirchen. Auch er wünscht sich „einfach klare Richtlinien vonseiten der Verantwortlichen, an was wir uns bei der Wiedereröffnung halten müssen. Wie viele Leute dürfen pro Quadratmeter trainieren, wie hat der Kundenwechsel abzulaufen, müssen die Menschen, die zu uns kommen Masken tragen und wie sollen die Geräte desinfiziert werden?“, fragt Suchard. Die Online-Kurse seien ein Tropfen auf dem heißen Stein gewesen, „von meinen Leuten haben rund zehn bis zwölf Prozent dieses Angebot genutzt. Ich weiß, dass es mit dem Platzangebot und der Motivation beim Trainieren in den eigenen vier Wänden oft schwierig ist.“

Geschäftsführer Karl Morgenbesser vom Sport- und Gesundheitszentrum (SGZ) in Aspang Markt (Bezirk Neunkirchen) setzt ebenfalls auf Gesundheitsvorsorge. Er erklärt: „Nach drei Wochen haben wir den Akutbereich für Frischoperierte wieder aufgenommen, Voraussetzung war aber die Überweisung eines Mediziners. Mittlerweile ist der Therapiebereich wieder sehr gut ausgelastet. Wir gehen davon aus, dass eine Obergrenze bei den Trainierenden eingehalten werden muss, damit der Abstand gewahrt bleiben kann. Wir werden unsere Kunden daher stets online informieren, wie die einzelnen Kurse und Trainingsgeräte ausgelastet sind. Besonders stark frequentierte Kurse wollen wir doppelt anbieten, sodass jeder die Chance hat, daran teilzunehmen.“