Auszeichnung für „Junges Gemüse“. Angepflanztes Obst und Gemüse rund um die Jugendzentren des Bezirks bringt Römerland Carnuntum den Sieg.

Von Theresa Puchegger. Erstellt am 02. Februar 2017 (09:48)
NOEN, Marschik
Gerti Taferner nahm den Gutschein für das Projekt „Junges Gemüse“ von Dorfernerungsobfrau Maria Forstner und Landshauptmann-Stellvertreterin Johanna Mikl-Leitner entgegen.

Das Projekt „Junges Gemüse“ des Regionalentwicklungsvereins Römerland Carnuntum war offensichtlich eine gute Idee. Denn als solche wurde es kürzlich beim Ideenwettbewerb der NÖ Dorf- und Stadterneuerung ausgezeichnet. Als eines von sechs Projekten wurde „Junges Gemüse“ dort unter die Sieger in der Kategorie „Junge Dorferneuerung“ gewählt.

In der Praxis ist bei „Junges Gemüse“ der Name Programm: Im Zuge des Projektes sollen auf den Plätzen rund um die Jugendzentren des Bezirks Obst und Gemüse gemeinsam angepflanzt und in weiterer Folge auch geerntet werden.

Mit den daraus gewonnenen Lebensmitteln sollen dann die unterschiedlichsten Themenfelder rund um Ernährung erarbeitet werden. So will man sich etwa mit bewusstem Konsumieren, unterschiedlichen Zugängen zu den Themen Kochen und Genießen sowie regionalen Lebensmitteln befassen. Aber auch verschiedenste Kulturen sollen unter anderem durch gemeinsames Kochen kennengelernt werden.

Kenntnissen über die Nutzung von Gärten

Das Projekt stelle, heißt es vonseiten des Römerlandes, für alle Beteiligten eine spannende neue Erfahrung dar – vor allem da das Prinzip des kostenlosen Gebens und Nehmens vielen nicht mehr geläufig sei.

Beteiligt sind an dem Projekt die verschiedensten Vereine aus dem Bezirk – unter anderem die Bäuerinnen, die Landjugend oder die Dorferneuerungsvereine werden daran mitwirken.

Die Ziele, die mit dem „Jungen Gemüse“ erreicht werden sollen, sind breit gefächert: Neben Kenntnissen über die Nutzung von Gärten, soll vor allem für Nahrungsmittel und deren Produktion Bewusstsein geschaffen werden. Aber auch die Vermittlung von Wissen und die Verbesserung des Konsumverhaltens sind zentrale Aspekte des Projekts. Insbesondere für traumatisierte Asylwerber, die im Zuge des Projekts die Möglichkeit haben, sich intensiv mit der Natur auseinanderzusetzen, soll es zudem heilsam sein.

Das Projekt wird noch bis Dezember durchgeführt.