Ein Sommer ohne Züge auf der Ostbahn

Busersatzverkehr für S60 und REX-Züge bis 7. September zwischen Gramatneusiedl bzw. Bruck und Wien.

Erstellt am 23. Juni 2020 | 14:22
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ÖBB Baustelle Unterführung B11 Lanzendorf
Foto: ÖBB, Christian Zenger

Auf die Bahnfahrer kommen heiße Sommermonate zu. Allerdings nicht unbedingt aus Wettergründen, sondern wegen des Schienenersatzverkehrs für die S60 zwischen Gramatneusiedl und Wien. Seit vergangener Woche Montag fahren statt der S-Bahnlinie in diesem Abschnitt nur noch Busse. Der Schienenersatzverkehr gilt bis 7. September.

In knapp eineinhalb Wochen, ab 6. Juli, sind auch Busse statt der REX-Züge aus Ungarn in Richtung Wien zwischen Bruck und der Bundeshauptstadt im Einsatz. In der Gegenrichtung, sprich nach Hegyeshalom/Györ, fahren nur die Züge mit Abfahrtszeit ab dem Hauptbahnhof um 15 Minuten nach Punkt (7.15 Uhr, 8.15 Uhr etc.). Dieser Schienenersatzverkehr gilt dann bis 4. September. Nicht betroffen sind die Regionalzüge nach Wiener Neustadt, die jedoch auf der Ostbahnstrecke lediglich einen Stopp in Kledering machen. In den anderen Bahnhöfen im Bezirk wird nicht gehalten.

Bauarbeiten für neue Bahnbrücke als Grund

Der Grund für die massiven Einschränkungen auf der Ostbahn sind die laufenden Bauarbeiten für die Unterführung der Bundesstraße B11 im Bereich des Bahnhofs Lanzendorf-Rannersdorf (die NÖN berichtete).

Dort wird seit Jänner am Abbau der Hilfsbrücken gearbeitet, über die derzeit alle Züge rollen. Seit 15. Juni wird nun an der Errichtung der endgültigen Eisenbahnbrücke gebaut. Und diese Arbeiten sind bis 7. September angesetzt.

Abgesehen von den Fahrplanänderungen müssen Anrainer mit nächtlichem Lärm rechnen. „Die ÖBB stellen sicher, dass die Unannehmlichkeiten für die Anrainer so gering wie möglich gehalten werden. Während der Arbeiten kann es jedoch aufgrund des Einsatzes von Bahnbaumaschinen – auch nachts – zu Lärmentwicklung kommen“, teilte die ÖBB in einem Schreiben an die Anrainer mit.

Insgesamt belaufen sich die Kosten für das Projekt Unterführung an der B11 in Lanzendorf inklusive „Park & Ride“-Anlage, neue Bahnsteige und Unterführung auf rund 14,8 Millionen Euro.