Kritik an kargen Informationen zur Breitspurbahn

Die Bürgerinitiative fühlt sich durch Informationen aus der Slowakei alarmiert und fordert mehr Transparenz.

Erstellt am 24. Juli 2019 | 04:49
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Sind mit Infos des Ministeriums und der ÖBB unzufrieden: Johann Rechberger, Norbert Samwald, Robert Kovacs, Maximilian Köllner, Marvin Alber, Wolfgang Daniel, Gerald Kanz, Edith Sack, Andreas Rohatsch, Karel Lentsch, Kilian Brandstätter, Erwin Preiner, Andrea Netuschill, Gerhard Dreiszker, Gerhard Zapfl, Gerhard Bachmann, Christa Wendelin, Christian Alber, Gerhard Mölk sowie (nicht am Foto) Reinhard Reiter, David Valentin und Gerhard Weil.
Foto: privat

„Für uns ist ganz klar, dass sowohl das Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie (BMVIT) und die ÖBB Infrastruktur AG das Durchsickern von genaueren Informationen bewusst hintanhalten“, ärgert sich der Sprecher der Bürgerinitiative gegen die Breitspurbahn und SP-Bezirksgeschäftsführer Neusiedl am See, Friedrich Radlspäck.

Die Bürgerinitiative wollte im Juni Informationen zur Trassenführung der geplanten Breitspurbahn via Umweltinformationsgesetz erzwingen. Die vor gut einer Woche erfolgte Antwort fiel für die Vertreter der Bürgerinitiative dürftig aus: „Für uns ist ganz klar, dass sowohl das BMVIT und die ÖBB Infrastruktur AG das Durchsickern von genaueren Informationen bewusst hintanhalten, damit die Bürgerinitiative nur die Informationen bekommt, welche herausgegeben werden müssen. Es ist nicht im Interesse der Projektbetreiber, dass wir uns anhand konkreter Informationen auf das vorbereiten können, was kommen soll“, so die VertreterInnen der Bürgerinitiative.

"Hauptziel ist die Twin-City-Region"

Stattdessen wartet die Initiative mit „neuen Informationen“ aus der Slowakei auf: Von dort seien laut Radlspäck Informationen „durchgesickert“, wonach die Breitspurbahntrasse hinter Petrzalka gelegt werden soll, im Süden von Kittsee die Grenze übertreten und Richtung Edelstal weitergeführt werden soll.

„Sollte der Osten von Wien mit der Breitspurbahn nicht erreicht werden können, kippt das gesamte Projekt, denn das Hauptziel ist es die „Twin-City-Region“ zwischen Bratislava und Wien“, so die beiden SPÖ-Bezirksvorsitzenden Kilian Brandstätter und Maximilian Köllner.

Die Breitspur Planungsgesellschaft – ein Joint Venture zwischen ÖBB, Russischer, Slowakischer und Ukrainischer Eisenbahn – verweist ihrerseits auf die laufende Untersuchung „Strategischen Prüfung – Verkehr“ (SP-V), welche frühestens im Herbst 2019 mit Ergebnissen aufwarten soll.

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