Paukenschlag: Misstöne in der „Haydnregion“. Der Verein „Haydnregion NÖ“ steht vor der Auflösung. Der künstlerische Leiter, Harald Kosik, legte seine Funktion zurück.

Von Otto Havelka. Erstellt am 17. Oktober 2018 (06:00)
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Dirigent Wolfgang Danzmayr und die Beethoven Philharmonie begeisterten das Publikum mit Sinfonien von Michael und Joseph Haydn.
Havelka

Als vor rund eineinhalb Jahren Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner den Bezirk Bruck zur „Haydnregion NÖ“ ausrief, war die Harmonie noch grenzenlos: Rund um das großzügig zu einem modernen Museum umgebaute Haydn-Geburtshaus in Rohrau wurde die Initiative für eine neue Kulturregion gestartet.

Harmonie vergangener Zeiten: Harald Kosik, Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner und Hermann Dikowitsch, Leiter der Abteilung Kunst undKultur in der NÖ Landesregierung, präsentierten die „Haydnregion NÖ“.
NLK Pfeiffer

In Zusammenarbeit mit dem neu gegründeten Verein „Haydnregion NÖ“ wollte das Land NÖ einen neuen Impuls für den Tourismus in der Region setzen.

Laut Hermann Dikowitsch, Leiter der Abteilung Kunst und Kultur in der NÖ Landesregierung, habe sich daran auch nichts geändert: „Wir werden weiter auf die Marke Haydnregion setzen und wollen diese auch auf internationaler Ebene positionieren.“

Es gab Auffassungsunterschiede über Programmgestaltung und künftige Entwicklung der Initiative.“ ehemaliger künstlerischer Leiter Harald Kosik

Geändert haben sich kürzlich aber die Protagonisten der Initiative. Haydn-Spezialist Harald Kosik, Senior Lecturer an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien und Begründer der Schlosskonzerte Walpersdorf, legte mit 1. Oktober seine Funktion als künstlerischer Leiter und Geschäftsführer des Vereins zurück.

„Es gab Auffassungsunterschiede über Programmgestaltung und künftige Entwicklung der Initiative“, erklären Kosik und Dikowitsch unisono. Die Brucker Obfrau der „Haydnregion NÖ“, Brigitte Gampe, stellte den Verein vorerst ruhend – und ihr Engagement für die Initiative ein.


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