Hainburg a.d. Donau

Erstellt am 16. Februar 2017, 04:31

von Josef Rittler

Römer: Countdown zu Ausstellung läuft. Die Schau „Die Adler Roms – Carnuntum und die Armee der Cäsaren“ soll Bedeutung des Militärs für damalige Region zeigen.

Heidentor bei Carnuntum.  |  NOEN, APC

Zu Saisonbeginn 2017 erhält das Archäologische Museum Carnuntinum eine neue Ausstellung: Nach vier Jahren folgt auf „A.D. 313 – Von Carnuntum zum Christentum“ das Schwerpunktthema römisches Militär mit „Der Adler Roms – Carnuntum und die Armee der Cäsaren“ (die NÖN berichtete).

Anlassgebend ist das 2015 abgeschlossene Forschungsprojekt „ArchPro Carnuntum“ in Zusammenarbeit mit dem Ludwig Boltzmann Institut für Archäologische Prospektion und Virtuelle Archäologie. Dabei wurde das gesamte 10 Quadratkilometer große antike Stadtgebiet mithilfe geophysikalischer Methoden untersucht. Die Wissenschaftler förderten Erstaunliches zutage: Mindestens 16 zeitweilige Militärlager, die Gladiatorenschule sowie die Quartiere der Gardeeinheit des Provinzstatthalters konnten zweifelsfrei nachgewiesen werden. Die Bedeutung des Militärs für die Grenzstadt wurde einmal mehr belegt.

Carnuntum war eines der wichtigsten militärischen Zentren

Carnuntum war über Jahrhunderte eines der wichtigsten militärischen Zentren an der mittleren Donau, Provinzhauptstadt und Sitz der Statthalter. Mit dem Legionslager, dem Auxiliarkastell und dem Marschlager sowie vielen gefundenen Militaria lassen sich wesentliche Aspekte des römischen Heeres hervorragend illustrieren.

Als Symbol der Ausstellung wurde der römische Adler gewählt. Er steht für den Herrschaftsanspruch der römischen Kaiser und die Weltmacht Rom. Als Symbol des wichtigsten Gottes Jupiter war er auch Zeichen der Legionen und verkörperte das römische Heer.

Das Konzept der Schau gliedert sich daher auch vom Aufbau wie der Körper eines Adlers. Als vertikale Achse wird symbolisch der Bezug zwischen dem Fahnenheiligtum, dem Aufbewahrungsort des Legionsadlers im Militärlager und der Götterwelt hergestellt. Die Flügel des Obergeschosses breiten sich wie die Schwingen eines Adlers aus. Hier wird die Verbindung zwischen Rom und dem „Barbaricum“, dem Gebiet jenseits des Limes unweit von Carnuntum, symbolisch verdeutlicht.

Eröffnung ist am 19. März 2017.