Schiff-Fahrt in Zahlen. Via Donau legte Bericht zur Donauschifffahrt in Österreich vor. Güterverkehr gestiegen, Personenverkehr leicht rückläufig.

Von Josef Rittler. Erstellt am 01. Oktober 2014 (15:34)
NOEN, Rittler
Der Gütertransport auf der Donau stieg im vergangenen Jahr wieder an (im Bild ein Transportschiff bei Hainburg).
Anlässlich des zum ersten Mal stattfindenden Österreichischen Verkehrslogistik-Kongresses in Wien präsentierte die via Donau, die österreichische Wasserstraßengesellschaft, vergangene Woche den Jahresbericht zur Donauschiffahrt in Österreich.

Während die Transportleistung ein gutes Plus verzeichnen konnte, erlitten der Umschlag in den Donauhäfen sowie die Passagierzahlen auf den Linienschiffen insgesamt leichte Einbußen (siehe Infobox). „Dieser positive Trend zeigt uns, dass wir auf dem richtigen Weg sind und bestärkt uns in unserem Bestreben, das Management der Wasserstraße weiterhin integrativ und umfassend zu betreiben“, stellt via Donau-Geschäftsführer Hans-Peter Hasenbichler fest.

Keine  Eissperren notwendig

Auswirkungen auf die Schifffahrt hatte auch das Hochwasser im Juni vergangenen Jahres. Hainburg und Bad Deutsch Altenburg waren damals nur dank massivem Einsatz von Feuerwehr und Bundesheer knapp einer Flutkatastrophe entkommen, die Donau musste 14 Tage lang für den Transit gesperrt werden. Eissperren waren allerdings wegen des milden Winters keine notwendig, sodass die Donau an 338 Tagen im Jahr der Schifffahrt zur Verfügung stand.

Laut via Donau ist der größte Strom Österreichs im Vergleich zu Schiene oder Straße der sicherste Verkehrsweg. Auf dem österreichischen Abschnitt kam es insgesamt zu 29 Unfällen, neun Havarien ereigneten sich auf der freien Fließstrecke zwischen Wien und Pressburg (darunter fünf Kollisionen, dreimal waren Schiffe auf Grund gelaufen).


 

Zum Thema


• Auf den beiden „Twin-City-Linern“ zwischen Wien und Pressburg wurden im Jahr 2013 119.821 Fahrgäste befördert (minus 9,9 Prozent ). Die slowakischen Tragflügelboote zwischen Wien, Pressburg und Budapest transportierten 34.077 Personen (plus drei Prozent).
• Der grenzüberschreitende Güterverkehr auf der Donau verzeichnete einen Anstieg um 4,8 Prozent.
• Mit einem Gesamtvolumen von 2,3 Millionen Tonnen erreichten die auf der Donau transportierten land- und forstwirtschaftlichen Erzeugnisse 2013 den höchsten je evaluierten Wert.

www.viadonau.org