Spitzerberg: Zittern wegen Flugverbot. Sicherheitsmaßnahmen wegen EU-Ratsvorsitz: Bundesmeisterschaften und Flugplatzfest müssen Auflagen beachten.

Von Adalbert Mraz und Josef Rittler. Erstellt am 30. August 2018 (04:02)
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Die Flugzeuge dürfen am Spitzerberg in die Luft gehen (im Bild Obmann Rudolf Wenighofer). Trotz Sicherheitseinschränkungen können Bundesmeisterschaften und Flugplatzfest stattfinden. 
Rittler

Zum dritten Mal seit dem Beitritt hat Österreich ab 1. Juli den EU-Ratsvorsitz übernommen. Die verstärkte Überwachung des Luftraums und die Einschränkung des Flugverkehrs während der Tagungen des Ministerrates sorgten auch auf dem Flugfeld Spitzerberg für Kopfzerbrechen.

Heuer werden nämlich vom 5. bis zum 8. September nach einer mehrjährigen Pause wieder die Bundesmeisterschaften im Motor- und Segelkunstflug auf dem Spitzerberg ausgetragen. Weiters findet am 8. und 9. September unter dem Motto „Fly with me“ das alljährliche Fest im Flugsportzentrum statt.

Ein Flugverbot während dieser Zeit hätte beinahe das Aus für diese Veranstaltungen bedeutet. „Die zunächst ungeklärte Situation brachte sowohl unseren Flugtag als auch die Meisterschaften ins Trudeln“, berichtet Rudolf Wenighofer, Obmann des Vereins Flugsportzentrum Spitzerberg, der gemeinsam mit dem Team von Red Bull Air Race für die Organisation zuständig ist. Eine Anfrage an das Bundesheer ergab dann aber doch grünes Licht: Die beiden Veranstaltungen können stattfinden, es müssen allerdings bestimmte Auflagen beachtet werden.

„Bundesheer zeigte sich sehr kooperativ“

„Das Bundesheer zeigte sich kooperativ, ein Verbindungsoffizier wird die Sicherheitsmaßnahmen mit uns koordinieren“, sagt Wenighofer. Die Auflagen betreffen in erster Linie die Häufigkeit der Flüge – so sind Rundflüge auf ein „überschaubares Maß“ zu beschränken und maximal drei Flugzeuge dürfen gleichzeitig in der Luft sein – sowie die Routen. So sollen bevorzugt Flüge nach Süden und Osten, also nicht Richtung Wien, genehmigt werden.

Auch sonst sind die Organisatoren heuer gefordert: Das Fest wird diesmal nicht im Hangar stattfinden, sondern am anderen Ende des Flugfeldes in einem Festzelt, das Red Bull finanziert.

Der Grund für die Änderung: In Wiener Neustadt findet am 15. und 16. September die „Red Bull Air Race Championship“ statt. Die Flugzeuge, die daran teilnehmen, werden nach der vorhergehenden Veranstaltung in Kasan (Russland) in ihre Einzelteile zerlegt nach Österreich gebracht und am Flugfeld Spitzerberg im bestehenden und in einem zusätzlichen mobilen Hangar wieder zusammengebaut. Dann werden sie nach Wiener Neustadt geflogen.