Angeklagter: "Sie und der Neue sollten auch leiden“. 39-Jähriger lauerte der geschiedenen Gattin auf und bombardierte sie mit Drohmails. Vor Gericht zeigte er Einsicht.

Von Jutta Hahslinger. Erstellt am 11. April 2019 (04:23)
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„Schatzi, du weißt schon, was in meinen zwei Tresoren ist!“, spielte ein 39-Jähriger aus dem Bezirk Bruck in einer E-Mail an seine geschiedene Ehefrau auf den Besitz zweier Gewehre an. Da er die Ex-Gattin zuvor schon mit Drohmails bombardiert und ihr immer wieder vor der Wohnung aufgelauert hat, bekam es die Frau mit der Angst zu tun.

Der 39-Jährige wanderte wegen beharrlicher Verfolgung, gefährlicher Drohung und unerlaubten Waffenbesitzes auf die Anklagebank. „Was hat Sie da geritten, derartig unflätige und bedrohliche E-Mails zu versenden?“, wollte der Richter wissen.

Angeklagter legt Entschuldigung vor

„Zu privaten und beruflichen Problemen sind dann noch gesundheitliche dazugekommen. Es ist mir alles zu viel geworden und ich bin mit dem Ende unserer Ehe nicht fertig geworden. Es hat mich tief getroffen und konnte nicht mit ansehen, dass es meiner Geschiedenen so gut geht“, schilderte er und gestand ein: „Ich wollte sie und ihren Neuen auch leiden lassen.“

Nun gehe es ihm wieder besser. Er sei zur Vernunft gekommen, beteuerte er, und er legte ein Entschuldigungsschreiben an die Ex-Gattin vor.

Der Einsicht zeigende und bislang Unbescholtene kommt mit einer Diversion – Einstellung des Verfahrens mit einer zweijährigen Probezeit – noch einmal mit einem blauen Auge davon. Weiters muss er 250 Euro Gerichtskosten zahlen.