Corona-Lockerungen: Vorerst herrscht gedämpfte Euphorie

Erstellt am 23. Februar 2022 | 05:10
Lesezeit: 2 Min
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Die Kulturszene hofft auf volle Theater- und Konzertsäle. Am Foto: Haydn-Festkonzert der Haydnregion NÖ im Schloss Petronell vor der Pandemie.
Foto: Lukas Lorenz
Die Kulturszene im Bezirk Bruck nimmt wieder Fahrt auf. Das Publikum hat jedenfalls Nachholbedarf.
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„Jetzt geht es hoffentlich wieder los“, freut sich die Violinistin und Musikschullehrerin Maria Patera über die Lockerungen der Covid-Beschränkungen im Kulturbereich. Patera ist Mitglied zahlreicher Ensembles wie etwa dem Orchester „Camerata Carnuntum“ und Mitglied der größten Interessensvertretung für freiberuflich Musikschaffende in Österreich, der „Musiker-Komponisten-AutorenGilde“.

„Das Publikum hat einen Nachholbedarf, Kulturveranstaltungen wieder live zu erleben“, glaubt sie. Livestreams von Konzerten ohne Publikum hätten sich anfangs zwar bewährt, mittlerweile sei das Interesse aber stark gesunken.

Die Leiterin der Haydngesellschaft Hainburg, Beate Linke-Fischer, übt sich vorerst noch in Zurückhaltung. Beim Konzert der „Bratislava Hot Serenaders“ am kommenden Samstag, dem 26. Februar, in der Hainburger Kulturfabrik gelten nach wie vor 2G-Regel und Maskenpflicht. Spontanen Ticketkauf an der Abendkassa und Buffet in der Pause gibt es vorerst nicht. „Es gibt so viele Infektionen im Umfeld, da wollen wir nichts riskieren“, erklärt Linke-Fischer, die aber „grundsätzlich den erleichterten Zugang zur Kultur“ positiv beurteilt.

Angesichts der hohen Infektionszahlen hat sie indes andere Sorgen: Nicht nur Musiker, sondern auch Tontechniker oder Beleuchter fallen oft aus, weil sie in Quarantäne müssen.

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