Zittern um Buslinie in Hainburg

Erstellt am 23. Oktober 2019 | 05:20
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Die Buslinie 901 wird von einem privaten slowakischen Betreiber übernommen.
Foto: Mraz
Privater übernimmt die Linie zwischen Hainburg und Bratislava. Stadt rechnet mit weniger Bussen und höheren Preisen.
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Die Buslinie 901 verbindet seit dem Februar 2009 die slowakische Hauptstadt Bratislava mit Hainburg und Wolfsthal. Sie ist zu einer wichtigen grenzüberschreitenden Direktverbindung geworden.

Nach Turbulenzen im Vorjahr (die NÖN berichtete) gibt es nun erneut Probleme. Der städtische Personenverkehrsbetrieb „Dopravný podnik Bratislava“ (DPB) wird die Linie 901 der privaten Busgesellschaft Slovak Lines abtreten. Vermittelt hat dabei das Bratislava Umland Management, um die generelle Einstellung der Linie zu verhindern (siehe Seite 21). Die Lizenz wird voraussichtlich bis 10. Dezember dieses Jahres erteilt werden. Offizielle Info habe es keine gegeben.

„Die Folgen sind nachteilig: Statt der sechzehn werden nur mehr elf Busse verkehren, und diese nur bis 21 Uhr statt wie bisher bis 24 Uhr“, berichtet der seitens der Stadt mit dem Fall befasste Gemeinderat Rastislav Pavlik (VP). Eine weitere Konsequenz: „Wir rechnen mit einer Erhöhung der Fahrpreise von 1,50 Euro auf 2,50 Euro.“

Linie hat im Monat 11.000 Fahrgäste

Pavlik weist darauf hin, dass die Linie im Laufe der Jahre stark an Bedeutung gewonnen habe. Sie werde im Monat von etwa 11.000 Fahrgästen aus der gesamten Umgebung genutzt. „Besonders interessant ist die Verbindung für die Blutplasmaspender bei Europlasma in Hainburg, die mit dem Bus direkt zum Plasmazentrum fahren können.“ Die Linie ist auch am Wochenende ausgelastet.

„Mit tut es leid, dass die Linie nicht wie bisher fortgeführt wird“, sagt Wolfsthals Bürgermeister Gerhard Schödinger (VP). „Die Änderungen greifen tief ins tägliche Leben vieler Menschen ein, dennoch wird von slowakischer Seite kaum mit uns geredet.“ Man müsse konkrete Schritte des neuen Betreibers abwarten, eine mögliche Lösung könnte eine Einbeziehung der Linie in den Verkehrsverbund Ost (VOR) sein.

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