Volksschule in Bruckneudorf auf der Zielgeraden

Erstellt am 09. Februar 2022 | 04:02
Lesezeit: 3 Min
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Landesrätin Daniela Winkler, Direktorin Edith Novak und Bürgermeister Gerhard Dreiszker mit den Plänen vor der neuen Volksschule.
Foto: Foto Feri Janoska
In der „erbse“ schreiten die Arbeiten voran. Im September soll der Unterricht starten.
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Bei der Begehung der Baustelle auf dem Gelände der ehemaligen K.u.K.-Konservenfabrik, genannt „erbse“, kommt Bürgermeister Gerhard Dreiszker (SPÖ) gar nicht aus dem Schwärmen – und das zu Recht.

Stolz führt er durch die ehrwürdigen Räumlichkeiten und betont dabei: „Mir ist es ein großes persönliches Anliegen, dass so viel wie möglich von der alten Baustruktur erhalten bleibt.“ In diesem Zusammenhang findet sich geschichtsträchtiges Mauerwerk original restauriert eingebettet in neuverputzten Wänden und instandgesetztes Gebälk schmiegt sich an moderne Stromanschlüsse. Für Umsetzung und modernes Design zeichnet das Wiener Architekten-Duo Pesendorfer & Machalek verantwortlich. Sie orientieren sich dabei nicht nur an ökologischen und nachhaltigen Gesichtspunkten, sondern beziehen auch neuere pädagogische Aspekte mit ein.

„Es ist bereits jetzt ein Ort zum Wohlfühlen“, strahlt die zukünftige Direktorin Edith Novak, „denn auch die Umgebung spielt beim Lernerfolg eine große Rolle“. So sind mehrere sogenannte „Relaxzonen“ für die SchülerInnen geplant sowie Freizeit- und Kreativräume, „offene“ Klassenzimmer mit jeweiligem Zugang zum Garten. Moderne „Whiteboards“ statt der altbekannten grünen Tafeln zieren die Wände. Zudem ist das gesamte Gebäude barrierefrei konzipiert und soll um die 14 Millionen Euro kosten. „Die Schule wird alle Stücke spielen“, freut sich Direktorin Novak, die, wenn alles nach Plan läuft, mit 42 SchülerInnen, aufgeteilt in zwei erste Klassen, im September 2022 das neue Schuljahr bestreiten wird. Dabei werden zahlreiche Kinder aus Bruckneudorf zum ersten Mal in eine burgenländische Schule gehen, und nicht wie bisher, im benachbarten niederösterreichischen Bruck. Landesrätin Daniela Winkler (SPÖ) unterstreicht diesbezüglich die Wichtigkeit, „dass burgenländische Kinder eine gewisse burgenländische Identität und Kenntnis über ihr eigenes Heimatland in der Schule mitbekommen.“

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Die Innenräume der Schule sollen Altes mit Neuem verbinden.
Foto: Feri Janoska

Für die anvisierten zwölf Klassen bei vollem Betrieb, unter denen sich auch Inklusionsklassen für beeinträchtigte Kinder befinden werden, soll auch eine Nachmittagsbetreuung in der Schule samt Verköstigung angeboten werden. In einem Trakt der „erbse“ soll nämlich ein gastronomischer Betrieb seinen Platz finden, samt Veranstaltungssaal für kulturelle Events, Hochzeiten, etc.und einem Speisesaal für die Schulgemeinschaft. Die Gemeinde ist dafür noch auf der Suche nach einem Pächter.

Zu guter Letzt erklärt Bürgermeister Dreiszker noch, dass auf einem ausgedienten Schornstein ein Storchennest errichtet wird. Dieses soll, ausgestattet mit einer Web-Kamera, allen Ornithologen und sonstigen Interessierten Einblicke ins Storchenleben gewähren.

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Bei der Begehung der Baustelle zeigt Gerhard Dreiszker begeistert die Details der Revitalisierung.
Foto: Feri Janoska

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