Spektakulärer Sturm auf Carnuntum. Wilde Barbaren aus dem Osten werden die Stadt beim Römerfestival angreifen. Weiterer Schwerpunkt: Antikes Frauenleben.

Von Josef Rittler. Erstellt am 14. Juni 2019 (10:00)
Rittler
Die römischen Legionen stehen zum Kampf bereit: : Ihr Einsatz ist auf dem Römerfestival zu bewundern.

Ein Muss für alle Fans der Antike und solche, die es noch werden wollen: Das Römerfestival in Carnuntum. Das historische Spektakel findet heuer am Samstag, 15. Juni, und Sonntag, 16. Juni, sowie Samstag, 22. Juni, und Sonntag, 23. Juni statt.

An allen Standorten der Römerstadt wird ein umfangreiches Programm geboten. Im römischen Stadtviertel in Petronell-Carnuntum wird der Morgenappell der Legionen durch Alarmrufe gestört: Die wilden Daker, ein kriegerisches Volk aus dem heutigen Rumänien, greifen an.

Sie werden zwar zurückgeschlagen, der Kampf ist aber noch nicht vorbei. Inzwischen widmen sich die Römer friedlicheren Dingen. Auf der Festivalbühne wird das Stück „Die Frauen von Carnuntum“ erstmals aufgeführt. Unter der Leitung von Regisseur Nicolaus Hagg thematisiert das Kammerstück anhand der Geschichte von Flora, einer jungen Frau am Vorabend ihrer Hochzeit, die Rolle der Frau. Es widmet sich zwar dem Frauenleben in der Antike, manche Szenen sind aber noch heute aktuell.

In den Häusern und Straßen können die Besucher wieder den Darstellern römischer Bürgerinnen und Bürger begegnen, aber auch ihren Sklaven, die wie Haussklave Marcus so manchen Schwank zu berichten wissen. Auch römische Sagen bringen vor allem den jungen Besucher die Antike näher.

Gladiatoren im Amphitheater

Zur Sache geht´s im Amphitheater der Militärstadt. Hier treten die Gladiatoren der Familia Gladiatoria Carnuntina zum Kampf auf Leben und Tod an.

Im Museum Carnuntinum in Bad Deutsch Altenburg erfahren die Besucher Hintergrundinformationen über das römische Militärwesen unter den „Adlern Roms“.

Begleitet werden die Programmpunkte von römischem Handwerk, einem vielfältigen Kinderprogramm und römischen Genussstationen. Ein kostenfreier Shuttlebus pendelt für die Besucher zwischen den einzelnen Standorten.