Pop-Up-Museen erzählen Geschichte vor Ort

Erstellt am 16. Februar 2022 | 05:40
Lesezeit: 3 Min
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Das Museum in Marienthal soll inhaltlich und räumlich erweitert werden.
Foto: Gemeinde Gramatneusiedl
Mit dem popUP.museum sollen Orte im Bezirk Bruck Erinnerungs-Gestalt bekommen.
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„Verschwundene Orte mit fast vergessenen Geschichten“ wieder in Erinnerung zu rufen, hat sich das popUP.museum zum Ziel gesetzt. „Es sollen besondere Orte im Römerland Carnuntum an denen Geschichte passiert ist, sichtbar gemacht werden“, sagt Cornelia Fischer vom Römerland Carnuntum.

Im Rahmen dieses Kulturprojekts sollen jährlich drei bis fünf Detailprojekte umgesetzt werden. Bei der Gestaltung gibt es viel Spielraum – von dauerhaften Ausstellungen über Präsentationen bis hin zu zweistündigen Events. Die Konzeption startet im Mai. Ab 2023 soll dann mit der Umsetzung der ersten Projekte begonnen werden. Für fünf Gemeinden gibt es bereits Pläne.

Fischamend präsentiert Geschichte der Luftfahrt

In Fischamend sind unter anderem Gucklöcher in die Luftfahrtgeschichte geplant. Bei 30 Stationen soll es sowohl Einblicke in die Vergangenheit der militär-aeronautischen Anstalt als auch einen Ausblick in die Zukunft geben. „Wir können stolz sein auf die Leistungen, die hier gemacht wurden“, so Rudolf Ster, Obmann der Interessensgemeinschaft Luftfahrt Fischamend.

In Gramatneusiedl stehen „Die Arbeitslosen von Marienthal“ im Fokus. Unter anderem soll das Museum inhaltlich und räumlich erweitert werden. Im ehemaligen Arbeiterwohnhaus neben dem Museum befindet sich eine leerstehende Wohnung. Diese könnte mit originalen Möbeln eingerichtet werden.

Virtuell die Tore öffnen

Die Geschichte hinter den verschlossenen Toren alter Gebäude soll in Bruck erzählt werden. Allerdings nicht durch Informationstafeln, sondern über Augmented Reality. Smartphone-Besitzer können virtuell die Tore öffnen und in die Geschichte eintauchen. 

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Tore wie jenes der Stadtpfarrkirche stehen im Mittelpunkt des Brucker Projekts.
Foto: Susanne Müller

In Berg treffen die Themen Grenze und Pressburger Bahn aufeinander. Bei der Panzersperre sollen Aspekte von Grenze sichtbar gemacht werden, die Eisenbahnstrecke bietet sich zur Beschäftigung mit öffentlichem Verkehr an.

Das Tor zur ehemaligen Papierfabrik in Kleinneusiedl soll als Vitrine genutzt werden. Diese soll für künstlerische Aktionen, die zweimal pro Jahr geplant sind, genutzt werden. 

Genaue Kosten für die Projekte gibt es noch nicht, vorerst liegen nur Schätzungen vor. Die Finanzierung soll aufgeteilt werden: 70 Prozent der Kosten werden vom EU Leader Projekt übernommen, 20 vom Land NÖ und zehn von den jeweiligen Gemeinden.

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