Schülerin (14) mit Handkuss belästigt. „Ich habe sie bloß gegrüßt“, leugnete ein 30-Jähriger den Vorwurf der Nötigung. Das Urteil: drei Monate auf Bewährung.

Von Jutta Hahslinger. Erstellt am 11. Juli 2019 (03:19)
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Ein Autofahrer hatte angehalten und ein Mädchen an der Hand gepackt(Symbolfoto).Minerva Studio

Es war im Frühjahr ein Schockmoment für eine 14-Jährige: „Ich glaubte, dass der stehen gebliebene Autofahrer nach dem Weg fragen will. Als ich mich zu dem offenen Fenster an der Beifahrerseite beugte, packte er plötzlich mein linkes Handgelenk, zog es zu sich und dann gab er mir einen Handkuss. Ich entriss ihm die Hand und bin auf und davon“, schilderte das Opfer die unschöne Begegnung mit einem Autofahrer am 31. März dieses Jahres in Rohrau.

Der Autofahrer konnte von der Polizei ausgeforscht werden und wanderte wegen Nötigung auf die Anklagebank. „Ich habe sie doch nur gegrüßt und sie hat mir freiwillig die Hand gereicht“, beteuerte der 30-Jährige vor Gericht, und er wollte von einem aufgedrängten Handkuss nichts wissen. Die Richterin glaubte der Schilderung des Opfers und verhängte über den 30-Jährigen drei Monate auf Bewährung. Nicht rechtskräftig.