Theologe Mettnitzer: "Corona als Warnschuss". Der Theologe und Autor Arnold Mettnitzer machte sich unter dem Motto "Mensch, Krone der Schöpfung", Gedanken über die aktuelle Corona-Krise. Musikalisch begleitet wurde er vom Saxophonisten Edgar Unterkirchner.

Von Josef Rittler. Erstellt am 01. Mai 2020 (15:10)
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Die "Rohrauer Gespräche" standen am 1. Mai im Zeichen der aktuellen Corona-Krise: Gastgeber Arnold Mettnitzer trug Gedanken zum Thema Schöpfung und die durchaus nicht immer segensreiche Rolle des Menschen darin vor. Der Saxophonist Edgar Unterkirchner sorgte für die musikalische Begleitung. Als roter Faden durch die Matinee diente Joseph Haydns Oratorium "Die Schöpfung". Corona-bedingt wurde auf Zuhörer verzichtet, Gedanken und Musik wurden als Livestream aus dem Haydn-Geburtshaus übertragen. 

"Dem Menschen als ,Krone der Schöpfung' wird ausgerechnet durch ein Virus namens Corona seine Grenze aufgezeigt", sagte Mettnitzer. Seither stehe die Menschheit in seltener Einigkeit erstarrt wie das Kaninchen vor der Schlange und habe Angst. "Ich glaube nicht, dass es übertrieben ist, Corona als Warnschuss für die zu verstehen, die sich immer noch als die Krone der Schöpfung sehen." Im Grunde sage die Natur: "Ihr seid ein Teil von mir. Ich brauche euch nicht, ihr mich aber sehr." 

Der Vortrag zum Nachhören: