Windrad aus dem Metallbaukasten. ENERCON, der größte deutsche Hersteller von Windkraftanlagen, hat in Scharndorf das erste Windrad des Typs E-126 E 3 in Österreich installiert.

Von Josef Rittler. Erstellt am 27. November 2019 (13:31)
Windkraft-Prototyp wird in offiziell in Betrieb genommen (v. l.): Scharndorfs Vizebürgermeister Rudolf Trakall (VP), Stefan Moidl (Geschäftsführer der IG Windkraft), Thomas Huemer (Geschäftsführer von Windparkbetreiber ImWind), Karl Wilfing (Präsident des NÖ Landtages), Roman Leopold (Prokurist Enercon Service Austria GmbH), Paul Dyck (Sales Manager Enercon).
Josef Rittler

Die neue Windkraftanlage ist ein Prototyp mit einem Stahlturm, der statt aus herkömmlichen Segmenten aus gekanteten Stahlelementen besteht, die auf der Baustelle zu einzelnen Turmsektionen zusammengeschraubt werden. In einem weiteren Schritt werden diese Sektionen übereinandergesetzt. Die Bestandteile dieses "Modular Steel Tower" lassen sich in Container verladen und rund um die Uhr mit Standard-Lkw zum Aufbauort bringen. Die bisher verwendeten Stahltürme mussten wegen ihrer Größe und des Gewichts nachts per Schwertransport mit Sondergenehmigung zur Baustelle geliefert werden.

"Wir in Niederösterreich setzen weiter auf Windkraft", erklärte Landtagspräsident Karl Wilfing (VP) anlässlich der offiziellen Inbetriebnahme. DIe Stromerzeugung durch Windräder müsse noch erhöht werden. Statt die Zonen für Windkraftanlagen zu erweitern, gelte es jetzt, vorhandene Windräder durch technische verbesserte Varianten zu ersetzen ("Repowering") und die Anzahl der Windräder in den ausgewiesenen Zonen zu erhöhen ("Verdichtung").

Weitere Details zu dieser in Österreich bisher einzigartigen Windkraftanlage in der nächsten Ausgabe der Brucker NÖN!