Erstes Paradies Garten Festival: „Ein voller Erfolg“

Erstellt am 17. August 2022 | 05:01
Lesezeit: 3 Min
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Tausende Besucher jubelten bei den internationalen und nationalen Stars der Electronic Music Szene vor den drei Bühnen am Festival-Gelände – hier bei der Castle Stage.
Foto: Aron Millok
Veranstalter Felix Mayr-Melnhof und Elise Accarain sind mit dem ersten Paradies Garten Festival zufrieden. Das ist auch Schloss-Eigentümer Beppo Harrach.
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Für die Paradies Garten-Veranstalter vor Schloss Prugg lässt sich das Fazit des ersten Festivals in einem Satz zusammenfassen: „Ein voller Erfolg in Sachen BesucherInnenzahlen und Nachhaltigkeit.“

Drei Tage lang konnten die Fans von elektronischer Musik feiern, tanzen und die Atmosphäre von Schloss und Harrachpark genießen (die NÖN berichtete). Laut dem Veranstaler-Duo Felix Mayr-Melnhof und Elisa Accarain waren es insgesamt rund 6.000 Gäste, davon 1.000, die auch am Campingplatz auf der Festwiese übernachteten. Und sie sind vor allem auch stolz darauf, dass ihr Konzept in Sachen Nachhaltigkeit und Müllvermeidung aufgegangen ist. „Bemerkenswert ist vor allem das kaum vorhandene Müll-Aufkommen auf dem gesamten Festival-Gelände. Einen so sauberen Campingplatz wie bei Paradies Garten haben wir als Festival-ConnoisseurInnen bisher nirgendwo sonst gesehen“, so Felix Mayr-Melnhof.

Accarain betont, dass 65 Prozent der Festival-Gäste mit dem Zug angereist seien. „Unsere Partnerschaft mit der ÖBB ist damit voll aufgegangen. Aufgrund des anfallenden Winds konnte ein Großteil der zur Umsetzung des Festivals notwendigen Energie aus dem Windenergiepark bezogen werden“, so Accarain. Beim Essen habe man wie angekündigt zur Gänze auf Fleisch verzichtet und durchwegs lokale, biologische Lebensmittel und Zutaten aus fairem Handel verwendet. Zudem gab es nur mehr Mehrwegbecher. Was dennoch an Klimabelastung angefallen sei, werde durch die Unterstützung des Klimaprojekts „CO2logic“ kompensiert. Man habe bewiesen, dass ein vollwertiges Musik-Festival und ein respektvoller Umgang mit Natur durchaus kompatibel seien.

Rund um zufrieden mit dem Festival und der Zusammenarbeit mit dem Veranstalter zeigt sich auch Schloss- und Grund-Eigentümer Beppo Harrach. „Aus unserer Sicht war das Festival vorbildhaft.“

Der Abbau sei bis Donnerstagnachmittag abgeschlossen gewesen. „Bei der Schlussbegehung konnten wir uns mit dem Veranstalter ein Bild von dem Zustand des Geländes nach dem Festival machen“, betont Harrach, dass dabei keinerlei Müll auffindbar gewesen sei. „Bereits während der Veranstaltung war zu sehen, dass die Besucher aktiv bei der Müllvermeidung geholfen haben“, zeigt sich Harrach begeistert und verweist ebenfalls darauf, dass ausschließlich Mehrwegbecher verwendet wurden und sogar für Raucher Taschenaschenbecher ausgegeben wurden. „Die Camper wiederum haben beim Bezug des Campingplatzes einen Müllsack bekommen, und haben ihren Müll bei der Abreise am Ausgang abgegeben“, so Harrach, der die Besucher als kultiviert und freundlich erlebt habe.

Keine Beschädigungen

„Schloss Prugg, die Schlosswiese und auch die Festwiese (Campingplatz) haben keine nachhaltigen Schäden erlitten. An unseren Gebäuden gab es keinen Vandalismus, auch im gesamten Stadtgebiet ist mir keine Sachbeschädigung bekannt“, so Harrach. Wenngleich man wohl nie alle Anrainer zufriedenstellen könne, so habe er doch von vielen positive Resonanz gehört. Er könne sich eine Fortsetzung also gut vorstellen.

Und die ist bereits in Planung: Der Ticket-Vorverkauf für das Festival 2023, das von 4. bis 6. August stattfinden soll, hat bereits begonnen.

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